27 März 2015

7 tage, 7 sachen ...

… die in diesem Fall als Momentaufnahmen die Heimat ausmachen. Ich war Zuhause. 7 Tage. Bei meinen Eltern. Und habe "mitgebracht":


// Ein quadratisches Ensemble bis Mitte der 1980er. Ein antik anmutendes Untergestell mit hellem Samtbezug. Ein Zweisitzer mit hochklappbarem Hinterteil in lila-schimmer-Optik. Ein anthrazit-auberginefarbenes Gespann mit Chaiselongue. Zwei sich gegenüberstehende schwarzweiss-Kissen-Zweisitzer. All diese Sofas haben das Wohnzimmer meiner Eltern bevölkert. Doch für alle war dann auch irgendwann die Zeit gekommen. Sie wurden entsorgt, abgegeben, verliehen, wie auch immer - auf jeden Fall durch das dann jeweils folgende ersetzt. Meist wurde der Entschluss zur Aufgabe des Sofas schon lange im Voraus mitgeteilt. Ich habe diesen dann immerzu bedauert, denn das Sofa bei meinen Eltern war auch jedes Mal ein Stück Heimat. Allein schon beispielsweise diese Gemütlichkeit an den Tagen rund um Weihnachten, wenn von dort aus bei Tee und mit Seitenblick auf den Baum das festtägliche TV-Programm verfolgt wurde. Und nun gibt es wieder ein neues Sofa. Doch diesmal verhält es sich was mich betrifft komplett anders. Am liebsten würde ich schon jetzt zur Wiederaufgabe raten. Ihr habt Euch vertan / das passt einfach nicht zum Rest / da findet ihr doch gar nicht beide gemeinsam ausgestreckt drauf Platz / also mal ehrlich, die Farbe! Doch so sehr ich mich auch ins Zeug legen würde, meine dem Eigennutz geschuldeten Aussagen wären sicherlich zu leicht zu durchschauen. Diesmal würde ich mich als Abnehmerin mehr als aufdrängen. Ja, es ist wundervoll! Das Sofa. Samt der darauf platzierten Kissen. Samt der darüber platzierten Bilder. Samt des Teppichs davor. Samt der seitlich drapierten Decke. Und so bleibt das Sofa sicherlich noch lange dort, wo es nun ist. Ein Grund mehr, schon ganz bald wieder in die Heimat aufzubrechen. Und nichts mit "alte Freunde treffen" - auf dem Sofa abhängen lautet dann die Devise!





















































// Ja - 'Heimat'. Ich wohne in Hamburg. Seit mittlerweile über 10 Jahren. Hier sind mein Mann und meine Tochter. Hier ist unser Zuhause. Doch die wahre Heimat liegt in Bielefeld, in diesem Fall symbolisch präsentiert durch die 0521 (-Ortsvorwahl). Ich kann lediglich zwei Festnetznummern von Freundinnen in Hamburg auswendig, doch erinnere mich immer noch an sämtliche meiner damaligen MitschülerInnen. Auch das ein Stück Heimat. Genau wie der Geruch in der U-Bahn-Station "Jahnplatz", wenn die Türen der Waggons aufgehen. Wie der besondere Weg zum Stadion. Ich war schon in so vielen Fußballstadien, doch dieser Weg bleibt immer etwas besonderes, auch wenn 'die Alm' mittlerweile andere achitektonische Ausmaße angenommen hat. Oder die Geräuschkulisse an Sonntagen, die über der Stadt liegt. Eine durch leichte urbane Geräusche durchzogene Ruhe, keinesfalls mit den stetigen Lauten einer Großstadt wie Hamburg vergleichbar. Wo soll ich anfangen. Wo soll ich aufhören. So viele Beispiele, die in diesem Fall auch ihren Teil 'Heimat' ausmachen. 

// Nicht Hachiko und nicht Lassie. Aber mindestens genau so besonders ist unser Hund Humphrey. Als Wachhund untauglich, als Familienhund unvergleichlich. Das hat er einmal mehr bewiesen. Ich war aufgeregt. Humphrey traf zum ersten Mal auf ein Baby, Emma Luise zum ersten Mal auf die Spezies Hund. Die Aufregung war überflüssig. Während Emma seine Anwesenheit nicht merklich realisierte, beschnupperte Humphrey sie an den Füßen und schlich sich das ein oder andere Mal zart an uns heran, um dann aber doch für das ganze Wochenende komplett zurückhaltend dem Zirkus rund um das Baby Platz zu machen. Ok ich gebe zu, diesmal sind mir rein zufällig ein paar Brotstücke mehr als sonst unter den Tisch gefallen. 

// Ach, Erika! Noch blühte nicht all zuviel in den Gärten. Eine Woche später sieht es jetzt bestimmt schon ganz anders aus. Platzhalter war zunächst jedoch die Erika, vollkommen zu unrecht unterschätzt und als Friedhofsblume abgestempelt, wie das Muster(mann)-Foto eindeutig belegt. 

// Welch wundervolle Rasselbande! Katzen, Matroschkas, Bären, Löwen. Noch bewohnen sie das Regal in dem einzigartigen Kindergeschäft Kleine Liebe, doch eine hat es schon zu uns an den Kinderwagen geschafft und tourt nun mit an Alster und Elbe. 

// Früher hießen Läden für Papierwarenliebhaber schlichtweg "Schreibwarenladen". Und alles andere gab es bei Karstadt. So auch in meiner Heimat. Abseits von Tintenkiller, Klarsichthüllen und Radiergummi gab es schon immer den einen Laden für den besonderen Anlass. Dort führten sie seit jeher Füller mit Gravur, besondere Briefpapier-Sets und schöne Ringordner weit entfernt derer mit graumeliertem Rücken. Und seit einiger Zeit nun hat sich ein neues Geschäft dazugesellt. Mein absoluter Lieblingsladen. In Bielefeld, aber auch darüber hinaus. BREVI MANU ist ein besonderes Fachgeschäft für Schreibtisch- und Papierkultur. In dem wundervoll gestalteten Laden reihen sich internationale Marken aus den Bereichen Stationary & Lifestyle aneinander. Einzigartig dargeboten. Kalligraphisches neben Geometrischem. Handgeschöpfte Papiere Seite an Seite mit post its, Blöcken und andersartig zu beschreibenden Utensilien. Auch diesmal musste ich etwas mitnehmen. Eine kleine Ausbeute an Postkarten. Darunter mein derzeitiger eindeutiger Favorit, die Karte 'what's up?' des wunderbaren Labels Fugu Fugu Press. Mal wieder viel zu schön zum benutzen, und so wird sie eingerahmt erstmal einen besonderen Platz bei uns an der Wand erhalten. 

7 // Das Schöne am nach Hause kommen? Man darf wieder Kind sein. Ich nehme die Stufen hoch in die obere Etage mit dem gleichen Schwung wie damals. Ich blättere durch den Zeitschriftenstapel, der seit jeher an gleicher Stelle liegt. Ich wärme mich auf der langgezogenen Heizung am Fenster und rufe laut "ich bin's", wenn ich die Haustür aufschließe. Und hinzu kommt - man kann sich bekochen lassen. Seit ich 1997 ausgezogen bin, heisst es immer mal wieder - wenn Du das nächste Mal kommst, kannst Du ja mal für uns kochen. Und dann verhält es sich doch wieder anders. Warum auch? Ich liebe die Küche und die Kochkunst meiner Mutter und manche Gerichte gibt es nur dort und die schmecken auch nur dort wie sie nun mal schmecken. Zum Beispiel ein Familiengericht zusammengesetzt aus Hackfleisch, Möhren und Mungobohnen. In Brühe und Sahne gezogen, angerichtet an Kartoffeln oder griechischen Reisnudeln. Ich habe dieses Gericht schon so häufig nachgekocht, doch es will einfach nicht so schmecken wie Zuhause. Das ist wie mit den Kartoffeln. Niemals mehr wird eine Kartoffel - ob frisch gekocht oder kalt gestellt vom Vortag - den gleichen tollen Geschmack haben wie bei meiner Oma. Keine Linda, keine Sieglinde und kein Bamberger Hörnla. Und seit letzter Woche reiht sich ein weiteres Gericht in diese Sammlung. Ein ganz besonderes Gulasch. Mehr dazu schon bald hier auf dem Blog, doch zunächst einmal heißt es eindeutig "kiss the cook" - dieser Kuss gilt nur Dir liebe Mama!





24 März 2015

held(en) des alltags I von seifen und schränken

Vor längerer Zeit war ich sehr großer Fan der 'Helden des Alltags', die wöchentlich von roboti liebt zusammengetragen wurden. roboti liebt mittlerweile sicherlich viele andere Sachen, nicht mehr jedoch das Bloggerleben, doch zum Glück finden sich die Helden des Alltags weiterhin bei der lieben Ninotschka auf deren wunderbaren Blog konfettiregen, wo dieser Titel immer dienstags an Dinge (Orten, Menschen, Momente…) verliehen wird. Heute reihe auch ich mich endlich mal wieder ein, nachdem mein heutiger Held des Alltags geradezu nach diesem Titel gerufen hat. Letzte Woche war es soweit. Allererster Frühjahrsputz im Badezimmer. Und zwar derart gründlich, dass diesmal auch abseits von Fliesen, Kacheln und Co. der gesamte Badezimmerschrank ausgeräumt, gesäubert, und wieder eingeräumt wurde. Mit der Größe der Wohnungen sind in den letzten Jahren bei mir auch die Badezimmer und hier wiederum die dazugehörigen Regale/Schränke gewachsen. Eine einfache Ablage in der WG. Es folgte ein umfunktioniertes und sehr platzsparendes CD-Regal in der ersten Wohnung mit eigenem Gehalt und darauf ein offenes Holzregal, das nicht nur jedem das Bad Aufsuchendem gleich einen detaillierten Einblick in das gesamte Inventar erlaubte, sondern das mit leicht versetzten und lückenhaft gestalteten Brettern auch regelmäßig die ein oder andere Zeitschriften-Shampoo-Probe durchfallen liess. Mittlerweile bin ich nun stolze Besitzerin eines großen, praktischen und tollen Badezimmerschrankes, eindeutig (m)ein Held des Alltags:
















































Der Schrank (IKEA) hat insgesamt sieben Fächer. Zwei davon bewohnt der M, die fünf übrigen sind von mir belegt. Diese Fächer quellen über. Umso erstaunlicher, da ich lediglich Bürste, Gesichtscreme, Reinigungspads, Föhnlotion, Mascara, Nagelknipser und Handcreme täglich benutze. Und letztere wohnt sogar in meiner Handtasche. Es würde daher ein kleiner Kulturbeutel ausreichen, um meine Utensilien aufzubewahren. Aber nein, der Schrank ist voll. Dabei hätte es sich gerade jetzt bei der Putzaktion angeboten, mal so richtig auszumisten. Bei den Medikamenten, an die dazugehörigen Krankheiten ich mich zumeist (und zum Glück) nicht mehr erinnern kann. Bei den Hotelseifen, deren jeweiliges Branding einst zur Mitnahme einlud, die sich Zuhause dann aber sogleich als unnütz (und viel zu intensiv riechend) erwiesen. Bei den Haarspangen und -Bändern, die nach wahren Frisuren verlangen, wo ich doch wenn überhaupt nie über einen lockeren Zopf hinauskomme. Oder beim Nagellack. Koralle neben Petrol und Knallrot. Allesamt im post-Sommerurlaub-braune-Füße-Wahn erstanden und bislang nie richtig zum Einsatz gekommen (... nur so hat damit auch gleich wieder der Nagellackentferner  weiterhin seine Berechtigung in dem Schrank). Doch bis auf drei von fünf Reisenähsets wurde auch diesmal nichts aussortiert. Warum auch. Wir haben ja nunmal einen wunderbaren großen Schrank. Sein Vorteil: Unglaublich viel Stauraum und sämtliche Utensilien bis hin zu Seifen- und Waschmittelklebespuren optisch bestens versteckend. Sein Nachteil: keiner! Und damit eindeutig mein heutiger Held des Alltags (alle weiteren findet ihr heute - und immer wieder dienstags - hier). 




23 März 2015

mint montag # 82

Ich brauche keine Sekretärin. Ich brauche (anscheinend) einen Sekretär. Derzeit ist bei mir ausnahmslos home office, und da die Schreibtisch-Ecke schon immer meine Liebste ist, soll sich diese nicht verstecken müssen. Mein bisheriger Schreibtisch stammt aus der Studienzeit. Erstanden bei 'Sack und Pack', einem Lüneburger Möbelmarkt, dessen Inventar sich aus Wohnungsauflösungen zusammensetzt. Er hat 20,- DM gekostet. Er ist hölzern, stellenweise unsauber cremeweiss-lackiert und vor allem sehr sperrig. Ich mag ihn sehr. Es passt viel rein, er ist bereits sechs mal mit umgezogen und selbst die seit jeher klemmende obere Schublade habe ich mittlerweile sehr lieb gewonnen. Eigentlich also kein Grund ihn auszutauschen. Wäre da nicht das folgende Exemplar auf das ich gestoßen bin, und das gebührend sein Erbe antreten könnte:





















































Dieser tolle - minte ! - Sekretär 'Hyppolite' stammt von HARTÔ, einer französischen Design-Manufaktur, deren stimmig designten, schlichten und zugleich farblich mitunter stark akzentuierten funktionalen Möbel und Accessoires in erster Linie aus recycelten und recycelbaren Materialien hergestellt werden. Hyppolite wurde von Florence Watine entworfen. Er setzt sich aus Metall und Holz zusammen und neben der reinen Arbeitsfläche gibt es Fächer als auch Schubladen, die gefüllt werden können. Mir hat es aber natürlich in erster Linie das minte Gestell angetan. Und wenn auch der alte Schreibtisch dann doch nicht so schnell gegen diesen traumhaften Sekretär ausgetauscht wird, einen festen Platz an diesem heutigen mint montag # 82 hat er allemal mehr als verdient - oder ?!  



20 März 2015

7 tage, 7 sachen….

… die den Alltag schöner machen! Manchmal sind es die kleinen Sachen und folgende haben mich in dieser Woche besonders erfreut:



















































1 I Frisch vom Markt und gleich eine (Augen-) Weide! Diese Zweige stachen heraus. Zwischen all den Tulpen. Auch die mag ich sehr. In 10er-Bündeln daherkommend, in Weiß oder Lila. Prinzipiell habe ich auch nichts gegen die gemischten einzuwenden, doch da ich keine gelben Blumen mag und bei egal welchen bunten Bunden auch immer mindestens eine gelbe mit dabei ist, bleibe ich bei den unifarbenen. Normalerweise. Doch wie gesagt, diesmal gab es stattdessen diese tollen Weidezweige. 

2 I Neue Keramik im Doppelpack. Farblich grau und funktional, in ihrer Bestimmung aber wiederum verschieden. Bei meiner Oma gab es früher auf dem Wohnzimmertisch immer eine bedeckelte Keramikschale, die kleine Süßigkeiten à la Ferrero Küsschen enthielt. Und eben eine solche Schale (bloomingville via WEIDE Hamburggibt es nun auch bei mir inkl. Naschis. Und auch für eine neue Behausung der ersten Terrassenpflanzen in 2015 ist gesorgt. Nachdem ich Ende letzten Jahres einfach nicht dazu gekommen bin, die bisherigen fachgerecht einzulagern, sind diese zum Teil vergammelt oder aber witterungsbedingt zersprungen. Nun gibt es schonmal zwei neue. Grau, wie die Außenfassade des Anbaus und vorgesehen für allererste weisse Frühlingsboten (Übertöpfe von Butlers).

3 I Bei uns gibt es den Spiegel und die Brigitte. Beides im Abo. Dazu gesellen sich wöchentlich zahllose andere Zeitschriften und neuerdings auch wunderbar Kreatives vom anderen Ende der Welt. Der Kiosk gleich um die Ecke führt die australische 'frankie' und für wen auch immer er diese ursprünglich bezogen hat, ich hoffe ich werde nun immer vor ihm/ihr zum Zuge kommen.

4 I Wenn der Postmann zweimal lächelt. Ja diese Zeilen gelten dem lieben Paketzusteller der DHL, der für unsere Straße zuständig ist. In der Wochenbettzeit war er meist mein erster  Kontakt des Tages zur Außenwelt. Er hat gelächelt - vermutlich so manches mal auch mich  belächelt angesichts des Zustandes, in dem ich die Tür geöffnet habe - und tut es auch heute noch überschwänglich, wenn er mit dem großen gelben Auto an mir vorbeifährt und mir mit südeuropäischen Handzeichen seine Verwunderung zum Ausdruck bringt, warum er mir neuerdings wieder (… aufgrund der erneuten Verschiebung von online- zu wieder-live-Besorgungen) weitaus weniger Pakete auszuhändigen hat. (smile!-Babypullover von ZARA mini)




5 I Knödelalarm! Ich liebe Knödel. Gans und Rotkohl sind überflüssig, mir würde nur die Beilage reichen. Kartoffelknödel oder wie in diesem Fall unverwechselbare Semmel- und Spinatknödel. Diese gibt es bei den wunderbaren Pastafrauen, die ihren Stand wöchentlich auf dem Markt am Turmweg (aber auch auf vielen anderen Hamburger Märkten) aufschlagen. Momentan gibt es bei uns jeden Donnerstag Knödel. Pur. Oder dann doch als Beilage bzw. Topping - zum Beispiel in Scheiben gebraten auf Feldsalat mit Birnenspalten und Speckwürfeln. Lecker!

6 I Von Haaren und Hoodies. Na nicht ganz, denn der Pulli hat keine Kapuze. Diese hätte ich mir jedoch die letzten Wochen gerne übergezogen. Nachdem ich 1 Jahr (!) lang nicht beim Friseur war, hatte sich ein unfreiwilliger Ombre-Effekt auf meinem Haupt eingeschlichen. Oben dunkel, unten hell. Vom Spliss ganz zu schweigen. Die restblonden Spitzen sind nun ab und ich sage mir täglich "wachsen ja wieder". Doch zurück zum Pulli. Den habe ich mir gegönnt. Was helles für den Frühling. Mit unzähligen Flamingos drauf und dem Aufdruck 'woke up in paradise' - passend zum strahlend blauen Himmel, der uns diese Woche gegönnt war. (Sweater Maison Scotch via beautifulday)

7 I Ich könnte ständig Stempel kaufen. Kleine, große, symbolische, typographische. Doch dieser hier hat es mir besonders angetan. Die tanzende Ballerina von Perlenfischer, der man nachträglich alles mögliche an die Hand geben kann - so wie in meinem Fall pastellige Papierherzballons. 




16 März 2015

mint montag # 81

Ich weiss nicht, wer in diesem Haus wohnt. Und ich weiß nicht, was er/sie für Post erhält. Aber wäre ich Postbotin, ich würde alles dafür geben, dieses Exemplar befüllen zu dürfen:
























































Happy 'mint montag' allerseits!



23 Februar 2015

mint montag # 80

Ich habe eine Vorliebe für Schachteln. Die runde Dosenummantelung des Balsamicos, die pappene Kuchentransportform vom Bäcker, die Hülle eines neuen technischen Gerätes. Allesamt werden sie nicht entsorgt, sondern zunächst (dem zunächst sind dabei - leider - keine Grenzen gesetzt) aufgehoben. Sie eignen sich zum Neubepacken für Zuhause oder als Präsentschachtel für zu Verschenkendes. Da stört auch das Logo nicht. Dies wird dann hübsch überklebt, das ist die Theorie. In der Praxis sieht es jedoch anders aus. Statt sie tatsächlich sinnvoll weiterzuverwenden, stapeln sich diverse Ausführungen klein in groß oder einfach wild aufeinender bei mir rum. Und die Steigerung von Schachteln sind Boxen. Aus stabilerem Material. Aus Keramik, aus Plastik, aus Metall, aus Holz. Kleine und große. Zur Aufbewahrung oder aber zum stilvollen Arrangieren auf Kommode & Co. Hier sind es ebenfalls upcyclebare Boxen, aber nicht nur. Boxtechnisch haben es mir auch eigens dafür konzipierte angetan. Mein momentaner Favorit ist dabei eindeutig eine sechseckige namens HEX der Evie Group:


Es gibt sie aus Bambusholz, mit verschiedenfarbigen Deckeln und in unterschiedlichen Größen. Für was auch immer. Für Reserveknöpfe (ich habe noch nie einen benutzt und manchmal hängen sie sogar noch wochenlang in dem kleinen Plastiktütchen unbemerkt mit an mir), für den einen besonderen Ring (den ich nicht besitze, und alle anderen schönen wenn auch 'wertlosen' liegen meist zwischen Bürste und Duschgelprobe im Badezimmerregal herum), für Haarspangen (dabei komme ich nie über ein ausgeleiert am Handgelenk schlackerndes Haargummi hinaus) oder für Büroklammern und Co. (die nicht zur Hand sind wenn man mal eine braucht und andererseits ständig einzeln herumliegen). Egal wofür, ich brauche genau so eine Box namens HEX. In welcher Farbe? Natürlich in mint. happy mint montag !




25 Januar 2015

mit einer karte auf den punkt gebracht I DIY

Schon häufig habe ich hier über Papier im Allgemeinen und Karten im Besonderen geschrieben. Ich liebe Papier - was für andere Schuhgeschäfte, sind für mich Schreibwarenläden! Hefte, Bögen, Geschenkpapier, Umschläge, Blöcke. Der Liebe sind keine Grenzen gesetzt. Und nun war ich bewusst auf der Suche nach besonders Papierenem. Danksagungskarten zur Geburt. Ja, es gibt sie zuhauf. Mit Störchen, mit Karomuster, mit Schleifchen oder an amerikanische Modelle angelehnt mit Prints und Textfeldern, fast schon Kurzgeschichten erzählend. Und dann gibt es wiederum ganz besondere. Tolle. Vorrangig im Letterpressverfahren hergestellt. Schlicht, mit Einprägung, mit Neonrand, auf ausgefallenem Papier gründend. Doch irgendwie konnte ich mich nicht entscheiden. Und so lief es darauf hinaus, eigene zu entwerfen. Entwerfen ist dabei eigentlich das falsche Wort, denn weder bin ich Graphikerin, noch hatte ich das passende Papier, die Presse oder den Printer zur Hand. Und deshalb habe ich mich schliesslich für eine simple Variante aus 3 Schichten entschieden: 
























































Vorne bedruckte und ausgestanzte 'Infokreise', die mit doppelseitigen Fotoeckenklebeblättchen mit dem Namensschild per Garn an ein dahinter liegendes Foto und wiederum dahinter liegendes Transparentpapier gebunden wurden. Das Loch wurde leicht verstärkt und das Transparentpapier mit einem Permanentstift mit einer individuellen Nachricht für den Empfänger/die Empfängerin versehen. Und nein, wir haben das Kind nicht auf einen industriellen Gumminoppenboden gelegt, wie es als kurzer Aufschrei innerfamiliär an uns herangetragen wurde (hallo HAY-Decke!). Und ja, auch wir haben Frontalansichten des Babys eingefangen, doch 3 Wochen alte Säuglinge liegen größtenteils, und das nicht immer gerade und in den wenigsten Fällen mit großen Kulleraugen vorausschauend. Da verrutscht schon mal der eine Ärmel. Sie bilden keine bewussten Posen und sie schauen nicht in die Kamera, wenn man es ihnen sagt. Zumindest nicht unsere Tochter. Und darum haben wir das Bild gewählt. Kein aufgesetztes, gestelltes. Stattdessen ein zufällig geschossenes. Authentisch und einzigartig. So ganz nach meinem Geschmack, wie ich es an der Karte und wiederum an Papierenem im Allgemeinen mag. 


19 Januar 2015

mint montag # 79

Ein neuer Beweis, dass es so viel tolles mintes da draussen gibt. Und einer mehr davon nun bei mir im Haushalt. Und dann fragte der M doch tatsächlich nach dem warum - wofür braucht man das? Was für eine Frage. Für so vieles. Denn eindeutig vielseitig einsetzbar ist sie/es - der/die HAY Zip It Mesh:


























































Für die Stifte, für die Schminke, für den nassen Badeanzug, für die Utensilien nach Wahl. Die Bestimmung bei mir steht noch nicht ganz fest, aber ich gebe das Mäppchen nicht mehr her. Zu schön ist es. Zu mint. Und überhaupt - happy mint montag # 79.




10 Januar 2015

nachtrag I rüblick I deshalb

Am Ende eines Jahres laufen im Fernsehen gewöhnlich eine Menge Jahresrückblicke. Meist schon Ende November. Da steht jedoch noch ein ganzer Monat aus, und somit viel zu früh meines Erachtens. Nun ist Januar und ich blicke zurück. Nicht auf ein ganzes Jahr, sondern auf den Dezember. Dabei ist schon wieder ein Teil eines ganz neuen Monats (r)um, und somit wiederum eigentlich viel zu spät meines Erachtens. Doch früher war es nicht möglich. Eben weil dieser Dezember bei mir so ganz anders war als die Jahre zuvor. Ich wurde - wenn auch mit Ankündigung und aufgrund eines wunderschönen Anlasses - herausgerissen aus dem, was den Dezember so ausmacht. Die Vorweihnachtszeit. Lichter überall. Wohlige Gerüche. Weihnachtsmarkt-Traditionstreffen. Baum kaufen, Geschenke verpacken, festliche Post versenden. In der zweiten Dezember-Woche kam unsere Tochter zur Welt. Sechs Tage Krankenhaus und alles andere stand (und steht es seitdem größtenteils noch) still. Auf dem Weg nach Hause sind wir durch das Fest ankündigende Straßen gefahren. Eine fremde Welt, in die ich zurückkehrte. Draußen - wuselnder Verkehr, funkelnde Schaufenster, hektische Menschen. Und Drinnen - das noch aufgeschlagene Buch neben dem Bett, kümmerlich verdorbenes Obst und Gemüse in der Schale auf dem Küchentisch,   todo-Listen als Überbleibsel einer Welt, die es so nun nicht mehr gibt und deren damit verbundene Aufgaben plötzlich nichtig erscheinen.
   


















































Wachsblumen - der letzte Blumenstrauß des zurückliegenden Jahres, der bei mir eingezogen ist. So einfach und schön zugleich. // Baum trotz Baby. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, doch wir hatten auch dieses Jahr einen Baum. Einen großen, einen wundervollen. Das Schmücken war zwar erst am frühen Heiligabend fertig, Kirche musste ausfallen und auch wurde erst nacheinander und dann wenig festliches (aber sehr leckeres) gespeist. Doch umso schöner war die Deko. Die Äste des Baumes zierten unter anderem diese tollen handgefertigten Kugeln von Anne Black. Für jedes Familienmitglied eine. // Das Geschenkbild mit Symbolkraft. Am letzten Abend Zuhause bereitete ich einen Blogpost zum Thema Weihnachtsgeschenke vor. Über das Schenken an sich, über von mir favorisierte Verpackungen, über Trends und Links zu anderen tollen Präsenten. Doch zum Veröffentlichen kam es nicht mehr. Aber Weihnachten steht ja bekanntlich auch dieses Jahr wieder an, oder aber schon vorher ein weihnachtsunabhängiges Geschenke-Spezial, in das sich dann dieses bunte Exemplar einfügen wird (Karte Die Pampi, Korallenfarbene Verpackung mit hier nicht erkennbarem Herz von LIV Hamburg). // Meine nicht mehr wegzudenkende Kuschelstrickjacke, die ich seit Anfang Dezember nahezu täglich trage. Für kalte Tage, für dicke Bäuche, für stillende Körper, für casual everyday.  

Alsterromatik - unten matschiger Grund, herumgewirbelte Blätter und unebener Weg. Oben (wenn auch kahle)  Winter-Äste, von der Sonne angestrahlt. Dieser Baum steht an der Außenalster und auch wenn ich die Elbe bevorzuge, welch ein schöner Fleck inmitten von Hamburg. // Einfach mal abhängen. Schon so oft bin ich an der Fabrik in HH-Altona vorbeigekommen. War drinnen, oder aber stand draußen Schlange. Doch nie zuvor ist mir dieses Detail aufgefallen. Der alte Kran samt Gehänge, hier als Ausschnitt an einem kalten, klaren Dezembermorgen. // Der Inbegriff von Weihnachtsschlickerei. Ich mag keinen Zimt, keine Nelken und kein Marzipan. Damit fällt die Hälfte aller Naschis zur Weihnachtszeit schonmal flach. Vielleicht hege ich auch deshalb eine besondere Vorliebe zu diesen Kränzen. Spottbillig, leckersüß und bei uns als beidseitiges Doppel mit durchzogenem Garn ebenfalls am Weihnachtsbaum hängend. // 40 Wochen (+1) und dann doch von einen auf dem anderen Tag nicht mehr vorstellbar. Ich vermisse den Bauch, würde ihn aber für nichts auf der Welt gegen das, was er hervorgebracht hat, wieder zurücktauschen wollen. 




Das neue Jahr hat begonnen. Bei mir gar ein ganzes neues Leben. Mein Dezember war zweigeteilt in 'das Leben, in dem es unsere Tochter noch nicht gab' und 'der Tag, seit es unsere Tochter gibt'. Weihnachtsvorbereitungen vs Wochenbett. Pasteurisierter Käse vs (endlich wieder) Leberwurst. Skandinavische Krimis vs Eltern, Nido & Co. Mein Dezember war aufregend, und der Januar knüpft nahtlos daran an. Ich bin sehr dankbar und glücklich. Und ja, ich bin auch erschöpft, verunsichert, mich eingewöhnen müssend. Aber vor allem bin ich jeden Tag aufs Neue gespannt auf alles, was nun weiterhin kommen mag. Generelles und auch mintes, das dann schon bald auch hier wieder regelmäßig(er) präsentiert wird. Von mir für Euch die allerbesten Wünsche für 2015 - ich hoffe ihr seid nach einem (ebenfalls) tollen Dezember gut reingekommen ins neue Jahr!




05 Dezember 2014

florales zum freitag



Blumen einfach so. Ich komme gerade nicht zu viel. Also eigentlich schon, nur zu viel abseits vom Blog, so dass dieser ein wenig hinterherhängt. Heute ist Freitag. Start ins Wochenende. So auch bei mir. Normalerweise gibt es da Blumen für den Tisch. Geschnittene, buntes ins Haus bringende. Heute mal nicht. Dafür habe ich aber diese wunderbaren Exemplare in der Nachbarschaft auf dem Weg zum Markt - auch diesen gibt es immer Freitags - entdeckt. Überbleibsel wärmerer Tage. Oder aber gerade besonders schön, jetzt wo sie struppig, zart und pieksig zugleich daherkommen. HAPPY WEEKEND!