14 April 2014

mint montag # 65

Wenn die Hasen wieder rasen. Ist Ostern. Noch eine Woche. Ich bin wie schon im letzten Jahr zwiegespalten. Osterdeko in der eigenen Wohnung ist irgendwie nicht meine Sache. Eier ausblasen. Anmalen. Nestgedöns. Behangene Zweige. Einziges Utensil bislang bei uns: ein hölzener Hase, der von meiner Mutter von ihrem Ausflug nach - kein Witz! - Haselünne mitgebracht wurde. Und dabei finde ich andernorts Ostersachen tatsächlich schier wunderbar, was sicherlich auch an der unfassbaren Vielfalt liegt, die derzeit zu bewundern ist. Damit meine ich nicht die obligatorischen Plastikeier für den Vorgarten oder possierliche und leicht debil vom Gesichtsausdruck her wirkende Keramikhäschen, sondern wirklich ausgefallene, neue Produkte und Ideen. Kulinarisches, Gebasteltes, wie auch immer Geartetes. Der Klassiker, die Eier. Mit Neon, Masking-Tape oder schlicht in schwarz-weiß daherkommend. Gebäck für den Osterbrunch oder den Osterstrauch. Kuchen, Kekse, Petit Four. Und dann erst die Deko. Für den Tisch. Für an die Tür. Platzsets, Namensschilder, Geschirr und Co. Besonders angetan hat es mir dabei in diesem Jahr die papierene "Tüte" von minieco. Wofür? Für kleine Präsente, für warme Brötchen zum Frühstück, für was auch immer. In was? In mint! Und damit passenderweise den heutigen mint montag einläutend:




Wie gesagt. Noch eine Woche. Vielleicht ergreift ja auch mich bis dahin noch ein wenig mehr Ostern. Vom obligatorischem Fisch am Karfreitag und einem ausgelassenen Frühstück an Sonn- und Montag mal abgesehen. Solltet auch ihr noch unentschieden sein, hier noch einige Links zu von mir besonders ansprechend empfundener Ostersachen 2014:

Ran an die Eier // Schlicht. Graphisch, geometrisch. Schwarz und Weiss. 8 Wundervolle Eierideen gibt es bei oh so pretty party I blog Wenn auch schon von 2013 stammend, mit den zeitlos coolsten Eiern wartet I'd like to be auf / Ebenfalls zeitlos, da aus Holz bestehend und zugleich in - juchu! - mint gehüllte Eierideen gibt es bei The Land of Nod 

Kartonage & DIY // Die für mich nach wie vor schönste Osterkarte (Motiv Langohr) überhaupt stammt von Bethge Hamburg / Wunderschöne DIY-Karten finden sich hingegen bei Alex I NORTHSTORY / Die wie sie selbst sagt 'einfachsten Eierbecher (aber wie ich finde superschön-simplen) der Welt' gibt es gerade bei Lou I Happy Serendipity  / Und den im wahrsten Sinne des Wortes (mit) süßesten (Bonschen) gefüllten Hasen gibt es bei Emily I Everything Emily  / oh so very pretty wiederum zeigt Origamihasen für den Tisch und für was womit auch immer zum Befüllendes 

Naschis // Manuela I Manu's Menu hält das tollste Gebäck bereit / Und auch genauso süß  wie die dazwischenliegende Erdbeerfüllung kommen die wunderbaren Kekshasen von LRF I lareceradelafelicidad daher / Dazu passende und schöne sehr schlichte Osterkeksaustechformen finden sich u.a. bei Franci's Cupcakes

… und schliesslich der Beleg dafür, wie unfassbar stylish Ostern dann doch tatsächlich sein kann - der komplette tolle ferm LIVING Easter 2014 Catalogue !





12 April 2014

küchenwunder

Als wir vor genau einem Jahr umgezogen sind, war ich schon bei der ersten dazugehörigen Besichtigung in die neue Wohnung verliebt. Mit allem drum und dran. Außer vielleicht sogleich in die Küche. Farbtechnisch und materialtechnisch ließ sie einige Wünsche offen. Aber sie war und ist nun mal da. Gut aufgeteilt. Schlicht. Und sehr funktional. Auch ist keine neue Küche geplant, doch wenn dem so wäre, stünde schon lange fest, welche das Rennen machen würde. Eine minte. Und was für eine. 


















































Schon vor längerer Zeit habe ich diese Küche auf dem wunderbaren Happy Interior Blog entdeckt, und das dazugehörige Bild (gespeichert und immer wieder aufs Neue bewundert) hat mich dann wiederum zu Superfront geführt. Das Label hat sich auf die individuelle Umgestaltung gängiger IKEA-Serien spezialisiert. Küchen, Schränke, Sideboards. Und hält hierfür eine außergewöhnliche Auswahl an Mustern und Materialien bereit. 


































































Mint darf dabei natürlich nicht fehlen, ist jedoch nur eine Farbe unter vielen. Bei Superfront finden sich die unterschiedlichsten Griffe, Fronten, Seitenteile und Beine. In/aus Messing, Kupfer, Marmor, Birkenholz und Leder. Insgesamt gibt es 64 Gestaltungsvarianten. Alle einzigartig, eigens zusammenstellbar und zu guter Letzt auch noch bezahlbar. Was will man mehr? Eine neue Küche? Ja bitte!



05 April 2014

PAPERLOVE
















































Ich liebe Papier. Blanko, liniert, kariert. Gebunden, als Heft, als Block. Briefpapier, Karten, Zettel und Co. Ich hege quasi eine Papierliebe. Und damit bin ich nicht alleine. Die Designerin Natasa Vuckovic (navucko) teilt diese Liebe und hat sie zusammen mit Saskia Behrens (SCHORSE / Co-Werkstatt-Kalle) im wörtlichen Sinne und wie ich finde auf bestmögliche Weise in Szene gesetzt. ‚Paperlove (Papeterie)‘ heißt deren gemeinsames Projekt. Paperlove vereint Papierprodukte von Hand. Und mit Herz. 6 Kartensets, jeweils bestehend aus 4 aufeinander abgestimmten Motiven. Darunter Schwarz-Weißes, Geometrisches, Worte (und Würste), Linien, Farbverlaufenes. Herzen auf Papier. Auf den Punkt gebracht: Papier mit Herz. 
      





In der vergangenen Woche war das Projekt im Rahmen der Abschlussarbeiten in der ALSTERDAMM – Die Schule für Graphik und Design ausgestellt. Ich habe mich selbst vor Ort überzeugt. Von der Idee, von dem Konzept, von der Umsetzung. Hochwertige, liebevolle Papierprodukte, wunderschön dargeboten. Mit Blick fürs Detail und dem einzigartigem Gespür für Gestaltung. Herzen an der Decke. Ein inszenierter Schreibtisch, sich zurücknehmend und zugleich das Projekt unterstreichend. Noch heißt es coming soon. Dabei würde ich am Liebsten schon jetzt alle Sets bestellen. Und den zusätzlichen Service in Anspruch nehmen: Jeder Kauf eines Paperlove-Produktes bringt eine Überraschungspost an einen anderen vom Besteller benannten Paperlover auf den Weg. Und damit dies schon bald möglich ist, hat Paperlove eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Ich habe mich bereits ans (Papier-) Herz gefasst und mich registriert, damit ich schon bald - wie es so schön bei Paperlove heißt - 'analoge Glücksmomente aus dem digitalen Shop' erleben kann. 





02 April 2014

and they were all yellow….

Look at the stars, look how they shine for you! Was für eine wundervolle Coldplay-Hymne. Gelb also. Dabei hatte ich zu dieser Farbe nie eine besondere Beziehung. Bis jetzt. Sonnenblumen, Senf, Briefkästen, Butterblumen, Aufwärmleibchen, Zitronen, Licht alter Glühbirnen, m&m's, das Gute am Ei, ein besungenes U-Boot, Mais und Kanarienvögel. Allesamt gelb. Und nun ist eine Vielzahl an Gelbem bei mir eingezogen. Ja, ich bin fremd gegangen - auf dass das mint mir verzeihen möge. Aber ich konnte nicht halt machen vor all diesen wunderschönen Produkten, zu denen ich nach und nach gefunden habe - oder besser, die mich gefunden und sich bei mir eingefunden haben:







1 // Vertrat ich bislang die Meinung, gelb würde ausnahmslos Damen mit dunklem Teint und ebensolchen Haaren stehen, habe ich es gewagt. Ich trotze nun allen "das macht blass"-Annahmen und freue mich über mein neues gelbes Oberteil. Bleibt nur noch die Sorge, dass es im Sommer die Insekten anzieht, aber vielleicht ist auch diese ja unberechtigt...
Oberteil: Massimo Dutti

2 // Noch sind alle Wände weiss. Dabei gibt es so tolle Farben. Ich wage mich langsam ran. Mit Tapeten, wenn auch nicht Flächendeckend, so jedoch mit Meterware. Und was für einer. So schön, so gemustert, so gelb!
Tapete: Orla Kiely über Perle Shop

3 // Ich bin ein Beuteltier. Vorbei sind die 'Jute statt Plastik'-Zeiten. Mein neuer Beutel ist hell mit großem Papagei-Print und (neon)gelben Henkeln. Für über die Schulter. Und für die Umwelt sowieso.
Beutel: Beck Söndergaard


4 // Frühling in Töpfen. So gut wie da. Und ich bin gerüstet. Erst für drinnen, dann für draußen gilt es sie zu bepflanzen. Robust, funktional, gelb.
Übertöpfe: IKEA

5 // Ich gebe zu, schwer zu erkennen. Aber das Aussehen ist in diesem Fall auch nicht so wichtig. Dann schon eher die Funktionalität, und diese überzeugt allemal. Eine Saftpresse, leicht zu handlen und keine Kernrückstände durchlassend.
Zitronenpresse: Butlers

6 // Ja, ich habe den Wintermantel satt. Dabei kam er diesen Winter noch nicht mal so richtig zum Einsatz. Ohne war es zu kalt, mit und unten drunter zu warm. Langsam steigen die Temperaturen. Eine Zwischenlösung musste her. Nicht Mantel, nicht Jeansjacke. Ich habe sie gefunden.
Steppjacke: mbym 

7 // Wie heißt es so schön? Das Beste zum Schluss! Dabei fing eigentlich hiermit alles an. Der Tisch war schon da, Stühle noch keine. Und dann die Entscheidung. Für eben diesen. Nicht Schwarz, nicht Weiß. (Senf-) Gelb. Innen komplett bezogen. Seitdem thronen wir beim Abendessen. Selten habe ich eine Möbelentscheidung von Beginn an so wenig angezweifelt wie diese.
Stuhl: HAY übers Lys Vintage




24 März 2014

mint montag # 64

Tiere. In der Bloggerwelt ist man ja nahezu außen vor, wenn man sich nicht für Katzen begeistern kann. So wie ich. Katzen mögen mich nicht, ich mag sie nicht. Außer an lauen Sommernächten in griechischen Hafenorten auf weiß gekalkten Mauern dem Duft des gegrillten Tintenfisches hinterherjagend. Hunde hingegen mag ich sehr. Das ist schon Familientradition. Hunde kamen, Hunde gingen. Es gab Tommy I, II, III, den unvergessenen Charly und nun lebt Humphrey bei uns. Auch gab es einen Wellensittich. Verstorben an Pfingsten Ende der 80er, wir wollten gerade in den Urlaub aufbrechen. Monkey ein Steiff-Affee, ein in der Nachbarschaft vergifteter uns zugelaufener Kater und Mäuse, Igel und Co., die immerfort den Garten bevölkern. Ja, ich mag Tiere sehr. Manche mehr als andere, den meisten ist gemein, dass sie mich auf ihre (Eigen-) Art faszinieren. Und diese Faszination wird auf besondere Weise von Yago Partal geteilt:






Der spanische Künstler und Fotograf hat mit der Serie Zoo Portraits nahezu das gesamte Königreich der Tiere abgebildet. Strauß mit Hut, Frosch im Frack, Stinktier in Kutte. Die Tiere werden vermenschlicht, indem ihnen Kleidung verpasst wird. Zugleich unterstreicht eben diese wiederum die charakteristischen Eigenschaften der jeweiligen Gattung.  Künstliche Kompositionen, einzigartige Bilder. Und jedes Einzelne vor mintem Hintergrund - anscheinend teilen der Künstler und ich auch hier ein und dieselbe (Farb-) Faszination. Euch allen in diesem Sinne einen guten Start in die neue Woche, an diesem mint montag # 64. 




+++ Alle Fotos Yago Partal I Zoo Portraits +++





23 März 2014

almost home / 24h im 25h

Haltet mich für verrückt. Für was auch immer. Hinter mir lag in der vergangenen Woche ein aufregendes Wochenende. Der letzte Urlaub/Ausflug liegt lange zurück, der nächste ist noch nicht in Sicht. Freitag stand erneut ein medizinischer Eingriff an, nichts schlimmes aber notwendiges. Statt Krankschreibung habe ich mir den Tag freigenommen. Sonntags musste ich hingegen arbeiten. Die Ärztin sagte, ich solle was Schönes machen. Wir wollten wegfahren. Zwei Nächte an die See. Von wo aus der M Samstags tagsüber noch zur Arbeit konnte, während ich Strand und vielleicht Sonne genießen durfte. Das mit Samstags gestaltete sich dann aber doch schwieriger. Also nichts mit wegfahren. Aber ich sollte ja was Schönes machen. Kino (schon wieder...)? Party (und die Zeit davor...)? Also endlich mal wieder (schön) essen gehen. Ich bestellte einen Tisch für Freitag Abend im 'Heimat', dem Restaurant im 25hours Hotel Hafencity. Für den Abend war ab 21h Live-Musik angekündigt und Hafen ist ja fast wie wegfahren. Ich war schon zweimal in dem Hotel. Einmal während eines Sonntagsspaziergangs zum Tee trinken, einmal auf einen wunderbaren Bloggerevent abends im Bereich der Hafensauna. Beides Mal dachte ich wie schön es wäre, einmal dort zu übernachten. Wenn die Zimmer nur halb so toll wären wie der Rest des Hotels. Mitten im Hafen. Mit Blick auf das maritim anmutende Geschehen des Nachts. Wogende Elbwellen. Tutende Schiffe. Der Gedanke ließ mich nicht mehr los. Also überlegte ich, heimlich für den Freitag einfach ein Zimmer zu buchen. Allein schon die Idee war so aufregend, dass ich den ganzen Nachmittag an nichts Anderes mehr denken konnte. Ich malte mir aus, der Kellner bringt die Rechnung und ich sage – schreiben Sie es aufs Zimmer. Der Blick meines Gegenübers. Die Tatsache an sich. Großes Grinsen. Ich kam am Nachmittag nach Hause und wollte buchen. Da saß M, unglücklich, weil seine Idee nicht aufgegangen war. Auch er wollte buchen. Mich überraschen, weil er wusste, wie gerne ich einmal dort nächtigen würde. Ich hatte zwischendurch online Zimmer und Raten gecheckt, er gar mehrfach mit der Rezeption telefoniert. Nahezu ausgebucht. Restzimmer mit Fenster zum Hof. Schwankende Preise. Smart Deals. Messewochenende in Hamburg. Da saßen wir. Beide angeheitert durch die Idee, doch kein Zimmer in Sicht. Wir überlegten hin und her. Dachten an gespartes Geld, Zuhause ist es doch auch schön, wahrscheinlich war alles eh nur eine fixe Idee. Aber dann. Wir buchten. Für den Folgetag. Einchecken 15 Uhr. Den Tisch im Restaurant von Freitag auf Samstag verlegt.





Der nächste Tag. Die Reise stand bevor. Urlaub in der eigenen Stadt. Ich kam mir vor wie auf der Flucht. Ich packte den Koffer. Was Schönes für Abends, Arbeitskleidung für den Tag drauf. Ich war aufgeregt. Kontrollierte dreimal ob der Herd aus ist, alle Fenster verschlossen sind. Brachte den Müll raus, versteckte den Laptop. Dann nahm ich den Koffer. Und den Bus. Das Hotel liegt 5 Stationen von uns entfernt. Einmal Umsteigen inbegriffen. Mitten im Trubel am Jungfernstieg, ziemlich bepackt. Was wenn mich jemand mir Bekanntes sieht. Erstmalig U-Bahn-Linie 4 fahren. Außer mir nur Touristen. Alle mit Stadtplan in der Hand. Ich nicht, ich kannte mich ja aus. Dachte ich. Als ich mir sicher war, Hafencity Universität aussteigen zu müssen. Das war falsch. Es folgte der Fußweg. Die einzige Regenwolke des Tages über mir. (Aufgewirbelter) Baustellen(-staub) rechts und links. Ein Korn in meinem Auge. Verschmierte Mascara. Schwitzend trotz starkem Wind den Weg zurücklegend. Wie im Urlaub, Umwege in Kauf nehmend. Am Hotel ankommend. Das Zimmer war auf M gebucht. Wir tragen nicht den gleichen Nachnamen. Mein Ausweis seit Februar abgelaufen. Hallo Dr. Kimble. Das Zimmer war noch nicht fertig. Eins zum Hof schon. Ich wollte Hafenblick und bekam diesen für später zugesichert. Ich ließ meinen Koffer da, trug unsere Hamburger Adresse ein. Kam mir komisch vor. Die Rezeptionistin ließ sich nichts anmerken. Und dann ging ich zurück zur U-Bahn. Zur richtigen Haltestelle. Ohne Kleingeld für den Automaten. Kein Ort zum Wechseln weit und breit. Mir wurde ausgeholfen. Wieder am Jungfernstieg. Rein in die Geschäfte. Alles so absurd. Konnte weder shoppen noch entspannen. Ich ließ mich treiben bis zum späten Nachmittag. Dann zurück zum Hotel. Im Zimmer. Kennt ihr die Szene, wo Cate Winslet bei 'Liebe braucht keine Ferien' das erste Mal das Tauschhaus betritt? Keine Villa, aber es war ähnlich aufregend. Ich tippelte auf der Stelle vor Freude, schaute in jeden Winkel der Kajüte. Mehr Liebe zum Detail geht nicht. Ein großer Reisekoffer. Logbuch mit Kapitänsgeschichten. Menükarte in Flaschenpost-Form. Kojenbett. Bestickte Kissen. Wärmflasche und Schlafschaf. Butter bei die Fische als Wandbild. Der leuchtende Globus den Weg zum nächsten Reiseziel weisend. Durst ist schlimmer als Heimweh, plakativ auf der Tür der Minibar. Astra-Dusche. Seemannsbraut-Zeichnung überlebensgroß. Strickleiter nach oben. Schöpfeimer für den Müll. Und vor dem Fenster in naher Ferne: erst die AIDA, Winkende beim Ablegen, Schiffshorn und Wendemanöver inklusive. Später dann die Lichter der Kräne. Ein Containerschiff. Das durchgängige Brummen der Hafenarbeiten gegenüber. Wir haben alle Gardinen aufgerissen, alles Licht gelöscht und bei jedem kurzem Aufwacher gemeinsam aus dem Fenster geluschert. Alles so stimmig und an den Rest des Hotels angepasst. Dort, wo die Kellner blauweiss-gestreifte Shirts tragen, wo Wasserstandsanzeigen den Pegel im Barbereich unterstreichen. Wo Hein und Fiete die Tapete zieren. Steuerräder an den Decken. Offene umfunktionierte Schiffscontainer bestimmen die Architektur. Bräute, Bojen, Bullaugen. Wo der Atari in die Daddelkiste einlädt, Platten in der Vinyllounge aufgelegt werden und mit Teppichen bestapelte Europaletten als Sitzbänke herhalten. Nach diesen Erlebnissen inklusive des eigentlichen Vorhabens, dem leckeren Abendessen im Restaurant 'Heimat', mit entsprechend neu hinzugekommenen Frühstücksbuffet am Folgetag, war ich pünktlich um 12 Uhr im Büro. Immer noch völlig beseelt und in mich hinein grinsend. Die Antwort auf die Frage meiner Kollegen, wie denn so mein Samstag war... wir haben was (verdammt) Schönes gemacht!



   

21 März 2014

selek-k-tion

"Selektion (…) mit der Folge (…), die im Rückblick als 'überlebenstüchtiger' erkennbar sind (…)". Als Definition aus der Evolutionstheorie entwendet und auf Design übertragen - besondere Produkte, die sich schon jetzt durchgesetzt haben und die es mit Sicherheit schaffen werden, aufgrund des dahinter stehenden Konzeptes und ihrer Erscheinungsweise dauerhaft in der Designwelt zu bestehen. Solche Produkte finden sich bei selekkt - dem online-Marktplatz für junges deutsches Produktdesign. Und dort wurde ich eingeladen, meine Designtipps vorzustellen:














































10 Produkte, allesamt toll, viele davon - Überraschung ! - mint. Meine Lieblingspostkarten ever, navuckos Liebeserklärung an Paris. Eine Pendelleuchte mit wechselbarem Schirm.   Die 'hipbag' statt Gürteltasche, im wahrsten Sinne des Wortes. Stylische Ordnung auf dem Schreibtisch Schaffendes. Ein Regal für Geschirr oder Zeitschriften gleichsam geeignet. Das mehr als nur englische Ja-Wort. Blechernes Stahl für knackige Krusten. Französisches Flair für an die Wand. Mitgehangen, mitgefangen - geometrisches auf dem Holzweg. Und ein zeitloser Zeitanzeiger aus Beton. Neugierig? Hier findet ihr alles rund um meine Designtipps auf selekkt.com




17 März 2014

mint montag # 63

Für Rezepte. Für Notizen. Für to do‘s. Für Schönes, zu Bewahrendes, Nicht-vergessen-wollendes. Tageweise, immer mal wieder und wie auch immer beschreibbar. Ich wiederhole mich, aber es ist nun mal so: ich liebe Reinschreibhefte! Und wenn sie dann auch noch so schön daher kommen: doppelt, ach was sage ich – dreifach! So wie diese:






























































Mint darf am heutigen mint montag # 63 und in dieser wunderschönen Pastellkombi natürlich auf keinen Fall fehlen. Die Hefte stammen vom dem Label Antonin + Margaux. Limitiert und in Handarbeit hergestellt. Je 30 Seiten umfassend, auf Recyclingpapier,  auf jeden Tisch, in jede Tasche passend. Wunderschön. Gedacht, gesagt, geschrieben – hier als Blogpost und rein ins Heft!


14 März 2014

blassgelb / schlierenblau





















































Noch scheint sie nicht ganz so doll, die Sonne. Blassgelb, aber stetig die letzte Woche. Am wiederum hellblauen Himmel. Auch dieser zurückhaltend. Teilweise überraschend klar, dann wieder von Schlieren durchzogen. Alles steckt noch in den Anfängen. Der Frühling greifbar nah. Erste Blumen auf den Verkehrsinseln. Morgens zögerndes Gezwitscher in den Bäumen. Stühle mit Decken. Wie eigentlich jeder Ort ist auch Hamburg im Sonnenschein am Schönsten. Und bietet dann endlos viel. Paddeln auf der Alster, Grillen im Stadtpark, Licherfahrt durch die Speicherstadt, Freiluft-Theater im Römischen Garten, Ruhepausen in Planten un Blomen, Fahrradtouren über den Ohlsdorfer Friedhof. Ähnlich wie Sonne und Himmel -  noch ist es nicht ganz so weit, auch nicht in Hamburg, auch wenn man es gerade am letzten Wochenende hätte meinen können. Auch ich war draußen. Durchgehend. Wollte Sonne auf der Haut. Wasser unterm Kiel. Und Pommes auf die Hand. Nirgends geht das besser als bei einer Fahrt auf der Elbe. Nicht die große Hafenrundfahrt, nicht mit dem auf Südstaaten getrimmten Touristendampfer. Sondern ganz solide mit der Fähre des öffentlichen Nahverkehrs. Ab Landungsbrücken via Finkenwerder rüber nach Teufelsbrück. Zu Fuß dann entlang über Strandperle und Övelgönne zurück. Schöner kann Hamburg nicht sein. Und nun steht also ein weiteres Wochenende bevor. Ein neues noch ungebrauchtes und nahezu unverplantes. Mal sehen was es bringen wird. Hoffentlich Sonne, blauen Himmel und  vieles mehr. Für mich und Euch - HAPPY WEEKEND!