26 Oktober 2014

kartenkisten

Ich habe ein quasi-ambivalentes Verhältnis zu Geburtstagskarten. Sowohl was das Schreiben als auch das Bekommen betrifft. Obwohl das stimmt so nicht ganz, aber: Wenn ich die Menschen an ihrem Geburtstag sehe, dann sagt eine feste Umarmung meist mehr als Worte. Und wenn ich dann schon dabei bin und persönlich alles Gute, die herzlichsten Glückwünsche, lebenslange Gesundheit und Co. überbringe, warum soll ich das Gleiche dann nochmals auf eine Karte schreiben? Wiederum ohne Karte sieht das überreichte Geschenk nackt aus und wird es erst später ausgepackt und ist keine Karte dabei, woher weiss der/die Beschenkte dann, von wem es kommt? Anders verhält es sich mit dem Versand von Karten, per Post. Hier schreibe ich nach wie vor lieber eine Karte als eine kurze für alle sichtbare Nachricht an die Facebook-Pinnwand oder die Zwischenlösung per Mail. Und dann ist da noch die Sache mit dem Geburtstagskarten-bekommen. Wenn schon 1-2 Tage vor dem großen Tag etwas in meinem Briefkasten ist, das nach anlassbezogener Post statt nach Rechnung aussieht, freue ich mich wie Bolle. (Richtige) Post zu bekommen ist ja schon schön. Und dann noch Geburtstagspost - mindestens doppelt schön! Die Karten zieren dann den Gabentisch. Ein lieber Mensch hat doch glatt an mich gedacht und auch noch was liebes für mich formuliert. Juchu! Nur wohin mit den Karten nach dem Geburtstag? Ich habe schon 36x Geburtstag gehabt. Und ich kann mich per se schlecht von Dingen trennen. Die Lösung: verschiedenste Kisten. In einigen dieser Kisten liegen alte Briefe, Tagebücher (Hilfe!) und eben auch Geburtstagskarten. An manche davon erinnere ich mich auch noch jetzt, andere haben es jedoch erst nie in diese Kisten geschafft. Lag es am Motiv, am Absender, ich weiss nicht, was das Kriterium war. Ich weiss nur, dass es immer schlimmer wird. Ich kann keine persönliche Post wegwerfen. Bei Geburtstagskarten ist es schon schlimm, und bei Karten zur Geburt, die mich vermehrt erreichen und über die ich mich auch immer riesig freue, ist es noch schlimmer. Selbst wenn ich weder ein inniges Verhältnis zu Kind noch zu den Eltern habe, ich kann doch nicht die liebevoll ausgesuchte und gestaltete Karte mit dem niedlichen Babyfoto entsorgen. Also stapeln sich in meiner Wohnung weitere Kisten mit unzählig weiteren Karten. Und damit dies nicht nur bei mir so ist, daran arbeite auch ich fleißig weiter. Ja, ich schreibe Geburtstagskarten. Ähnlich wie Ansichtskarten aus dem Urlaub ist der Text oft der gleiche nicht jedoch das Layout. Es gibt wunderschöne kauffertige Geburtstagskarten. Allerdings finde ich den Preis zumeist recht happig. Schönes Motiv, schönes Papier, teils aus dem Ausland importiert, da mögen die Euro(s) gerechtfertigt sein, zzgl. der Ausgabe für Porto und Geschenk da überlege ich es mir manchmal dann aber doch noch anders und dann steht der Geburtstag vor der Tür und ich habe keine Karte zur Hand. Die Lösung. Selbstgemachte Geburtstagskarten. Passend zur Person, passend zur Geschenkverpackung. Gerade stehen dabei Datumsbezogene Motive ganz hoch bei mir im Kurs:








































































Datumsbezogenes aus zwei Gründen. Warum vorne ein schlichtes HAPPY BIRTHDAY etc., wenn doch der für die Rückseite vorgesehene Text das Gleiche nochmal umschreibt. Und das Datum zugleich als persönlicher Bezug. Es ist doch verrückt. Die werdenden Eltern erhalten einen Stichtag, das Kind wird dann (außer in 4 % der Fälle) an einem ganz anderen Tag geboren und genau dieser Tag begleitet einen dann das ganze Leben über. Der Tag, auf den man als Kind so besonders hinfiebert. Der sich dann so ganz anders anfühlt als all die anderern 364 Tage im Jahr. Und das Datum als Solches, das man fortan immer mit dem eigenen Geburtstag in Zusammenhang bringt. Ob beim Ankreuzen der Lottozahlen oder aber bei Mindeshaltbarkeitsdaten auf Lebensmitteln.

Grundsätzlich eignen sich für zahlenbezogene Geburtstagskarten diverse Motive. Kalenderblätter aus dem Vorjahr, Garderobenmarken, Zettelblöcke, Stempel, Materialien, mit Hilfe derer sich Zahlen besonders gut darstellen lassen und vieles mehr:




Eigentlich wollte ich an dieser Stelle nur ein kleines DIY posten und dann bin ich so in die Tiefe gegangen. Ich hoffe nur, dass ich trotz der obigen Ausführungen auch weiterhin Geburtstagskarten erhalte. Erstens, weil ich doch so unglaublich gerne (Geburtstags-) Post bekomme und zweitens, weil ich ähnlich begeistert von Kartons und Kisten bin, die ja auch weiterhin befüllt werden müssen. Apropos Kartons und Kisten.... aber das ist nun wirklich eine andere Geschichte.


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Kalendermotive: Poladarium 2014 I Zahlen-post-its: 601STREET I Klebedots groß: milia ink I Garderobenmarken und kleine Klebepunkte: Staples I Garn: GARN & MEHR


  

21 Oktober 2014

stoff geben

Du Stoffel. Das Theaterstück war harter Stoff. Dem Junkie sein Stoff. Guter Lesestoff. Oder eben der "richtige" - ein aus Textilfasern gewebtes, gestricktes, in Bahnen gerolltes Erzeugnis. In Hamburg wohnend, komme ich ursprünglich aus der Stadt der Stoffe, besser gesagt der sogenannten "Leinenstadt" Bielefeld, damaliges Zentrum der Textilindustrie in Deutschland. Vielleicht kommt daher meine Vorliebe für schönes Stoffe. Decken und Läufer für den Tisch, Tücher fürs Geschirr, Überspannendes fürs Bett. Gemasert, strukturiert, anschmiegsam, gestärkt und gebügelt. Meine derzeitigen Favoriten kommen dabei von der Textildesignerin Mae Engelgeer:




Die niederländische Designerin entwickelt Stoff-Serien, die ihre Liebe zu Textilien immer wieder aufs Neue unterstreichen. Klassische Materialien werden durch farbige Akzente durchkreuzt. Neon-Garn trifft auf neutrale Töne, Baumwolle und Leinen. Die Decken, Läufer, Geschirrtücher und Co. sind bunt und auffällig, nehmen sich dennoch zugleich zurück und passen sich der jeweiligen Umgebung an. Gepaart mit Materialien wie Holz, Beton, Metall oder auch handgefertigter grob strukturierter Keramik erscheinen sie als Teil der Inneneinrichtung alltagstauglich und museumswürdig zugleich. Alle Produkte sind in limitierter Auflage zu erhalten und eines davon findet sich nun bei mir in der Küche - juchu!



Fotos: Mae Engelgeer I Layout: mintlametta





13 Oktober 2014

mint montag # 76


Schon mehrfach habe ich hier über meine Liebe zu Papier berichtet. In allen Formen, Farben, jeglicher Beschaffenheit, als Block, als Heft, wie auch immer daherkommend. Ich liebe Papier! Doch in der letzten Woche bin ich diesbezüglich an meine Grenzen gestoßen. Zwar habe ich wunderschönes Papier in den Händen halfen dürfen, doch der damit verbundene 'Arbeitsauftrag' hat mich schlicht überfordert. Anlässlich des Abschiedes der  bezaubernden Elodie I madame love aus Hamburg, die fortan (Neid!) in Paris leben wird, habe ich mit Elodie und anderen Bloggerinnen vor einem tollen gemeinsamen Essen bei 'Zum Spätzle' (ein wahres Stück süddeutsche Küche in Hamburg!) an einem Origami-Workshop in dem/bei der wunderbaren 'AKIKO' (ein wahres Stück Japan in Hamburg!) teilgenommen. Das Ladengeschäft bietet neben eigenen Artikeln des Labels AKIKO und Yuzenpapier auch antike Kimonos sowie moderne Kleidung, japanisches Spielzeug, Keramik, Stäbchen und vieles mehr. Es ist eine Oase inmitten des Trubels der Hamburger Neustadt, unweit vom Großneumarkt gelegen. Zugleich liegt dies aber auch an der Inhaberin, Akiko, die mit unfassbarer Offenheit und Herzlichkeit eine unvergleichliche Atmosphäre in ihrem Laden schafft. Doch zurück zum Papier. Aus unterschiedlich großen Papierbögen galt es Kraniche zu falten. Und sehr schnell war klar: was Kraniche betrifft, sollte ich es dann doch lieber mit der gleichnamigen Körperhaltung aus 'Karate Kid' halten. Meine Finger sind einfach nicht für derart filigranes Handwerk geschaffen. Kartoffel schälen, Unkraut jäten, Löcher bohren - ja. Papierkraniche falten - nein. Während bei den anderen ein possierlicher Vogel nach dem anderen die Flugroute über den Basteltisch aufnahm, erinnerten meine Exemplare eher an mögliche Bewohner eines ornithologischen Gnadenhofes. Deshalb gibt es hier heute auch kein Bild der Ergebnisse, sondern einen reinen kleinen Hinweis auf das wundervolle Papier, das sich für Origami-Kraniche besonders gut eignet. Mintes Papier, das sich unter die typisch gemusterten japanischen Bögen (viel rot, rosa, gold, blau, grün, bunt gemixtes) gemischt hat. Und für all diejenigen, die sich selbst gerne einmal an der Faltechnik probieren möchten, geht es direkt hier zu Akikos Videoanleitungen, die auch ich nochmal genauer studieren werde. Und vielleicht gibt es hier dann ja sogar beim nächsten Mal nicht nur das Papier sondern eben auch ein ansehnliches von mir gefaltetes Exemplar zu bestaunen -  happy mint montag # 76!





10 Oktober 2014

(m)in(s)tagram I florales

Blumen. Zur Geburt. Zum Einstand. Zum Hochzeitstag. Zu Festlichkeiten aller Art. Zum Abschied. Zur Beerdigung. Allein schon die vielfältigen Anlässe sind bezeichnend. Blumen haben eine ungeheure Wirkung. Sie transportieren Anstand, sie zaubern ein Lächeln, sie schmücken das Zuhause, sie duften. Ein Gänseblümchenkranz im Haar des Kindes, rote Rosen zum Dahinschmelzen, ein Blütenmeer vor der Kirche. Vor kurzem habe ich mich an dieser Stelle über den 500sten Follower meines Instagram-Accounts gefreut und angekündigt, die dortigen Bilder auch immer mal wieder hier zu präsentieren. Am Anfang stand die naheliegende Überlegung einen reinen minten Instagram-Account ins Leben zu rufen. Doch die Welt ist bunt und so vieles unterschiedliches wollte eingefangen werden. Dabei hat sich gezeigt, dass sich immer wiederkehrende Motive bei mir einfinden: hamburgbezogenes, kulinarisches, typographisches - und  eben auch florales. Aus meinem Verhältnis zu Blumen mache ich keinen Hehl. Schnittblumen statt Zimmerpflanzen trifft es am Ehesten. So wundert es nicht, dass sich auch bei Instagram bei mir bislang vorrangig Sträuße und/oder einzelne Blumen versammelt haben:


















































Anemonen. Diverse Farben. So bunt so schön. // Die passende Auswahl zum Tischlack. Knallig toll. // Es ist unschwer zu erraten. Ich favorisiere rot-pink-weiß-flieder-lila Kombinationen. // Hortensien. Lieblingsblumen. In allen Farben, Größen, Formen, so wie diese hier mitten in der Stadt vor einer schlichten Hauswand, die durch Sonne, Licht (und Filter) dann glatt die Nuance der Blüten angenommen hat. // Große Vasen = einzelne Zweige. Sie nehmen sich zurück und werten doch zugleich die Atmosphäre des bestückten Raumes auf. // Woanders wäre es Unkraut, hier vor unserer Sommerurlaubsunterkunft wurde der Strauch mehr als nur geduldet. Er schmückte stolz die abblätternde Hauswand. // Mein Lieblingsstrauss der letzten Monate. // Vorbei ist die Zeit der Anthurien. Bordeauxrote Blüten. Kurz geschnitten. Auf der Fensterbank. Seite an Seite mit dem Vogelbild. Vintage at ist best. // Eigentlich galt es hier vom Strand-Café aus die dicken Pötte die Elbe hoch fahrend zu beobachten. Ich hatte jedoch nur Augen für die schlichte, schöne Tischdeko. // Lilienalarm. Am Liebsten klassisch in Weiss. Wäre bloss nicht der intensive Geruch, der sie mich jedes Mal schon vor dem Verwelken wieder entsorgen lässt. // Die Alternative zum Cellophan von der Tankstelle. Mitbringselblumen locker eingewickelt in floral gemustertes Geschenkpapier. // Mein letzter Wille - Kamille!   


Sämtliche Blumen sind spontan fotografisch eingefangen worden. Weil sie mir außerhäusig auffielen, weil sie den Raum verschönerten, weil sie vorm Verwelken noch schnell eingefangen werden wollten. 


















































Florale Prints und Muster. Wie in diesem Fall auf Papier. Blauweisse-(Blumen)-Geschichten. // Hier hat eindeutige die Farbe überzeugt - mint! // Aus Metall und dennoch filigran daherkommend. // Ein Strauß direkt vom Feld. Zumindest wirkt er so. Locker zusammengefügt in einer alten Kanne vor ebenso alten Wandfliesen // Pastellenes. Ausgeblichener Blumendruck auf einem Gartenbankkissen. // Eine hat es geschafft. Während die anderen Balkonblumen schon alle längst eingegangen sind,  blüht ganz unvermittelt diese eine noch mal neu auf. Mitten im Oktober. // #halloherbst, einer der wohl derzeit meist genutzten Hashtags, und auch in diesem Fall sehr passend. // Schaufensterliebe. Blumen statt Puppen. // Nicht im Garten, nicht auf dem Balkon, sondern an der Wand. // Blaue Blütenpracht. // Weit verzweigt. Blüte statt Frucht. Kernige Kirsche. // Was die Hortensie bei den Schnittblumen, ist die Sukkulente bei den Topfpflanzen - mein absoluter Favorit!  


Pflanzen, Florales, Blumen. Blumen und ihre Geschichten. Gerade vorgestern erst habe ich mich zweifach an eben solchen erfreut. Ich hatte meinen vorerst letzten Arbeitstag. Zum Abschied bekam ich von einer sehr lieben Kollegin Blumen überreicht. Ein großer Strauss mit rosafarbenen pfingstrosenähnlichen Blüten. Nichts gebundenes sondern schlicht zusammengefasstes, so ganz nach meinem Geschmack. Sie zieren nun meinen Küchentisch und ich kann mich nicht sattsehen. Und dann haben wir im Bloggerkreis eine bald aus Hamburg wegziehende Freundin verabschiedet. Hier gab es ebenfalls Blumen, die es jedoch noch zu säen gilt. Ein Korb voller Zwiebeln, die dann nächstes Jahr ihren neuen Garten zieren werden und sicherlich auch dort dann das ein oder andere Mal fotografisch festgehalten werden. 

Ich hoffe bei all diesen Ausführungen ist Euch nicht blümerant geworden. Blumige Grüße und nachher einen guten Start ins Wochenende - eure julia. 



06 Oktober 2014

mint montag # 75

Eigentlich habe ich etwas anders gesucht. Etwas pastellenes, ins altrosa gehendes, mit grau  gemixtes und etwas motivisch kindgerechtes abbildendes. Und wo bin ich gelandet - natürlich bei mint! Bei wunderschön mintem. Bei MiniWilla. Dort gibt es eine tolle Auswahl an ausgefallenen Postern und darunter befinden sich wiederum traumhafte minte Exemplare:












































Bergspitzen. Eindeutige Aussagen wie 'just wanna have fun' und 'life is too short to wear matching socks'. Mr. Fox. Allesamt wie geschaffen für den mint montag. In diesem Sinne ein dickes BONJOUR von mir für Euch!




Fotos: MiniWilla I Layout: mintlametta




01 Oktober 2014

so schön, so einzigartig - da macht sogar blumengiessen spaß

Ich hatte kein Talent, aber ich hatte Spaß. Bei uns hießen AGs damals noch Wahlkurse. Man konnte entsprechend wählen, und meine Wahl fiel u.a. auf 'Töpfern'. Mir lag weniger das Filigrane als der Umgang mit Ton an sich. Etwas mit den Händen schaffen. Ton, Wasser, Formen formen. Noch heute steht auf dem Schreibtisch meiner Eltern ein selbst getöpferter Stiftehalter von ca. 1985. Einziges Relikt von damals. Er ist nicht schön. Aber er erfüllt seine Funktion. Seit jeher hält er die Stifte zusammen. Irgendwann ließ meine Begeisterung fürs Töpfern nach, bis sie vor einiger Zeit wieder entfacht wurde. Nicht aktiv, aber auf passiv begeisterte Weise. Handgefertigtes Porzellan, Einzelstücke aus Keramik, Lasiertes und Glasiertes. Becher, Vasen, Teller, Schalen. Meine besondere Bewunderung gehört derzeit der niederländischen Designerin Elke van den Berg












































Elke van den Bergs Auswahl ist unglaublich vielfältig. Uhren, Bilderrahmen, Vasen, Broschen, Geschirr im weitesten Sinne. Anders als die Fliege in der Suppe nehme ich hier sämtliche Insekten wohlwollend in Kauf. Ein Teil ihrer Produkte ist übersät mit Illustrationen von Blumen und kleinen Krabbeltieren. Handbemaltes und in verschiedenen Größen erhältliches findet sich in ihrem Shop. Die Produkte sind dabei an die Funktion angepasst. Beispielsweise gibt es unterschiedliche Becher für Café, Cappuccino, Tee und Limonade, deren Bestimmung bei der Produktion bereits im Rahmen der Festlegung der Maße, des Materials und der speziellen Verarbeitung berücksichtigt wurde. Und während ich ihre Liebe zur Keramik teile, so scheint sie wiederum meine Leidenschaft für die Farbe mint zu teilen. Die einzelnen Serien kommen in Grün, Blau, Pink und Weiss daher. Grün im Sinne von mint. Mein absoluter Favorit ist dabei die Gießkanne 'Gieter G-1', da macht sogar mir das Pflegen von Zimmerpflanzen Spaß!




Fotos: Elke van den Berg I Layout: mintlametta


24 September 2014

von tigern und pinguinen

Bunt war der Sommer. Doch bevor nun all die Braun- und Grautöne den Herbst einleiten, ist es Zeit für neue schwarz-weiße Fundstücke:
 







































// Erwecke den (Papier-) Tiger in Dir! Papier Tigre ist ein Paradies für Papierliebende wie mich. Es handelt sich um einen französischen Shop mit wunderschönem Sortiment, das in Paris ausgesucht, hergestellt und von dort aus vertrieben wird. Geschenkpapier, Hefte, Kalender, Schreibtisch- und Wandutensilien. Voilá - zu den Produkten immer hier entlang!

2 // Es bleibt tierisch. Von Mitteleuropa hin zum Südpol. Ich bin verliebt in das wundervolle Pinguin-Papier der Bloggerin Lisa, die auf pretty nice über die Themen Design, Interior, DIY und Food schreibt. Und zwischendurch gibt es Freebies, so wie dieses wunderschöne Papier. In schwarz-weiß gehalten und perfekt mit anderen Farben, Schleifen und vielem mehr kombinierbar. Hier geht es direkt zu Papier + Download.
 
3 // Eine einzige beispielhafte schwarz-weiß Illustration wird dem Werk des Künstlers nicht gerecht, aber gerade diese - hallo herbst! - Frau mit Schirm aus der Serie 'New Yorker Spots pt.1' hat es mir besonders angetan. Roman Muradov's Arbeiten sind einzigartig, seine Kunden mehr als die ganz Großen und jede einzelne Illustration ist für sich genommen außergewöhnlich ausdrucksstark. Mehr zu seinen Werken erfahrt ihr auf der Homepage und dem dazugehörigen Blog

4 // Namen gibt's, die gibt es gar nicht. Oder eben doch, wie im Fall von schöner.wärs. wenns.schöner.wär. Fürs Logo als Schriftzug dann doch zu lang, hat sich deshalb das S.W.W.S.W. durchgesetzt. Und nicht nur beim Logo sondern auch bei mir als mit-Lieblingsshop. Dahinter steckt ein Laden in Berlin, der sich mit dazugehörigem Label, Blog und Webshop den Themen Nachhaltigkeit + Design verschrieben hat. Das Sortiment umfasst ökofaire Möbel, Wohnaccessoires, SpielwarenKindersachen, Papierwaren, Schreibwaren, Taschen und Accessoires. Zu allen Produkten erhält man bei S.W.W.S.W. Informationen zu den Aspekten wie Herstellungsort, Material oder Fertigungsmethode. Und für alle Nicht-Berliner und Menschen wie mich, die es trotz allen Vornehmens viel zu selten nach Berlin schaffen, gibt es zum Glück diesen Onlineshop 




21 September 2014

übergangssuppe

Pasta geht immer. Und Herbstzeit ist Suppenzeit. Noch ist mir allerdings nicht komplett nach Eintopf. Aber fast. Steckrübe, Kartoffel, Wirsing und Co. müssen noch ein wenig warten. Bessere Chancen hat da schon der Kürbis, doch auch da gibt es wiederum derzeit eine andere Suppe, die gerade ganz hoch bei mir im Kurs, und zugleich im tiefen Teller steht. Eine Tortellini-Tomaten-Suppe. Unfassbar einfach in der Zubereitung. Schon schön wärmend und trotzdem nach wie vor ein wenig nach der Leichtigkeit des Sommers schmeckend:

für 2 // Zutaten: 8 Tomaten, 1 Schalotte oder rote Zwiebel, 400 Gramm frischer Spinat, 1 Esslöffel lösliche Hühnerbrühe, 1 Teelöffel Tomatenmark, 1 Packung Ricotta-Spinat-Tortellini aus der Frischetheke, 1 großzügiger Schuss Olivenöl.






















































Die zuvor leicht eingeritzten Tomaten mit kochendem Wasser übergiessen, nach kurzer Einwirkzeit die Haut abziehen, den jeweiligen Strunk entfernen und die geschälten Tomaten klein schneiden // die Schalotte oder rote Zwiebel mittelklein würfeln // den frischen Spinat gründlich putzen/waschen, die Stile entfernen und den Spinat etwas kleiner als vorgefunden zupfen.

In einem etwas größerem Topf kurz die Zwiebelwürfel in Olivenöl andünsten. Danach die Tomatenstücke und das Tomatenmark unterrühren und den Spinat hinzugeben. Sobald dieser leicht eingefallen ist das Ganze mit ca. 0,75 Liter Hühnerbrühe aufgiessen und 6-8 Minuten einköcheln lassen. In einem anderen Topf die Tortellini nach Packungsanweisung aufkochen, abgiessen und ebenfalls mit zu den anderen Zutaten geben. Ca. 2 Minuten in der Suppe mit köcheln lassen, ggf. mit Salz abschmecken und fertig ist die Suppe! 




15 September 2014

mint montag # 74




























































Ich war bei IKEA. Nicht nur so, ich hatte konkrete Abhak-Wünsche. Eine Garderobe aus der PS Kollektion (frühestens wieder ab Januar 2015 lieferbar), zwei neue weiße Badematten (schließlich einfach vergessen zu kaufen), Kinderbetten sichten (keines für so richtig passend befunden), Bilderrahmen (der Zettel mit den genauen Maßen liegt noch heute auf dem Küchentisch statt in der Tasche), den neuen Katalog mitnehmen (den Aufkleber 'keine Werbung' scheint ausschliesslich der IKEA-Katalog-Lieferant ernst zu nehmen). Das Ergebnis: Eine minte Box namens 'DRÖNA'. Immerhin. Ja, sie ist praktisch und es passt viel rein. Ab sofort beherbergt sie den Wust an diversen mintlametta-Utensilien. Und mal ehrlich.  Die alten Badematten tuns doch auch noch, Garderoben werden überschätzt, der Katalog wird noch länger aktuell sein und auch das Kind wird schon noch ein passendes Bett bekommen. happy mint montag!   



11 September 2014

zelte aufschlagen statt abbrechen

Wohnnomaden. Das Wort als Synonym für willentliche Betrüger, die Mietausfälle verursachen. Zugleich ein 'mal hier mal dort' signalisierend ist die Bezeichnung für Menschen, die aus ökonomischen Gründen eine nicht sesshafte Lebensweise führen, jedoch gerade in der heutigen Zeit durchaus positiv besetzt. Ebay Kleinanzeigen statt lebenslange Aussteuer. Lofts und innerstädtische Altbauwohnungen statt Endreihenhaushälften und Anliegerbehausungen. Mobile Garderobenkonstruktionen statt meterhohe Einbauschränke. Genau hier knüpft der Amsterdamer Designer  Jeroen Van Leur mit seinen "pieces for the urban nomads" an. Hierzu gehört auch die Serie Woodstock Collection. Die darunter fallende Garderobe bildet einen Rahmen, der lediglich eine Wand zum Anlehnen benötigt:











































 
Das reduzierte Design konzentriert sich eindeutig auf das Wesentliche. Angelehnt an Stecksysteme handelsüblicher Zelte, lassen sich hölzerne Stäbe und dazu passende Verbindungsstücke aus Stahl (wahlweise in weiß, kupfer und - yeah! - mint)  schnell, unkompliziert und verschieden kombinierbar zusammenfügen. Das Ergebnis ist eine mobile Garderobe, die in den Größen small/medium/large daherkommt. Sie bietet Platz für ausgewählte Stücke, die nicht länger versteckt werden wollen bzw. sollen, und deren Basis zugleich mit ebenso wenigen Handgriffen wieder verstaut und dann im nächsten Domizil erneut hervorgeholt und zusammengebaut werden kann. Wie heißt es doch so schön - 'wohnst Du noch oder lebst Du schon'?


Fotos: Jeroen Van Leur I Layout: mintlametta