24 März 2014

mint montag # 64

Tiere. In der Bloggerwelt ist man ja nahezu außen vor, wenn man sich nicht für Katzen begeistern kann. So wie ich. Katzen mögen mich nicht, ich mag sie nicht. Außer an lauen Sommernächten in griechischen Hafenorten auf weiß gekalkten Mauern dem Duft des gegrillten Tintenfisches hinterherjagend. Hunde hingegen mag ich sehr. Das ist schon Familientradition. Hunde kamen, Hunde gingen. Es gab Tommy I, II, III, den unvergessenen Charly und nun lebt Humphrey bei uns. Auch gab es einen Wellensittich. Verstorben an Pfingsten Ende der 80er, wir wollten gerade in den Urlaub aufbrechen. Monkey ein Steiff-Affee, ein in der Nachbarschaft vergifteter uns zugelaufener Kater und Mäuse, Igel und Co., die immerfort den Garten bevölkern. Ja, ich mag Tiere sehr. Manche mehr als andere, den meisten ist gemein, dass sie mich auf ihre (Eigen-) Art faszinieren. Und diese Faszination wird auf besondere Weise von Yago Partal geteilt:






Der spanische Künstler und Fotograf hat mit der Serie Zoo Portraits nahezu das gesamte Königreich der Tiere abgebildet. Strauß mit Hut, Frosch im Frack, Stinktier in Kutte. Die Tiere werden vermenschlicht, indem ihnen Kleidung verpasst wird. Zugleich unterstreicht eben diese wiederum die charakteristischen Eigenschaften der jeweiligen Gattung.  Künstliche Kompositionen, einzigartige Bilder. Und jedes Einzelne vor mintem Hintergrund - anscheinend teilen der Künstler und ich auch hier ein und dieselbe (Farb-) Faszination. Euch allen in diesem Sinne einen guten Start in die neue Woche, an diesem mint montag # 64. 




+++ Alle Fotos Yago Partal I Zoo Portraits +++





23 März 2014

almost home / 24h im 25h

Haltet mich für verrückt. Für was auch immer. Hinter mir lag in der vergangenen Woche ein aufregendes Wochenende. Der letzte Urlaub/Ausflug liegt lange zurück, der nächste ist noch nicht in Sicht. Freitag stand erneut ein medizinischer Eingriff an, nichts schlimmes aber notwendiges. Statt Krankschreibung habe ich mir den Tag freigenommen. Sonntags musste ich hingegen arbeiten. Die Ärztin sagte, ich solle was Schönes machen. Wir wollten wegfahren. Zwei Nächte an die See. Von wo aus der M Samstags tagsüber noch zur Arbeit konnte, während ich Strand und vielleicht Sonne genießen durfte. Das mit Samstags gestaltete sich dann aber doch schwieriger. Also nichts mit wegfahren. Aber ich sollte ja was Schönes machen. Kino (schon wieder...)? Party (und die Zeit davor...)? Also endlich mal wieder (schön) essen gehen. Ich bestellte einen Tisch für Freitag Abend im 'Heimat', dem Restaurant im 25hours Hotel Hafencity. Für den Abend war ab 21h Live-Musik angekündigt und Hafen ist ja fast wie wegfahren. Ich war schon zweimal in dem Hotel. Einmal während eines Sonntagsspaziergangs zum Tee trinken, einmal auf einen wunderbaren Bloggerevent abends im Bereich der Hafensauna. Beides Mal dachte ich wie schön es wäre, einmal dort zu übernachten. Wenn die Zimmer nur halb so toll wären wie der Rest des Hotels. Mitten im Hafen. Mit Blick auf das maritim anmutende Geschehen des Nachts. Wogende Elbwellen. Tutende Schiffe. Der Gedanke ließ mich nicht mehr los. Also überlegte ich, heimlich für den Freitag einfach ein Zimmer zu buchen. Allein schon die Idee war so aufregend, dass ich den ganzen Nachmittag an nichts Anderes mehr denken konnte. Ich malte mir aus, der Kellner bringt die Rechnung und ich sage – schreiben Sie es aufs Zimmer. Der Blick meines Gegenübers. Die Tatsache an sich. Großes Grinsen. Ich kam am Nachmittag nach Hause und wollte buchen. Da saß M, unglücklich, weil seine Idee nicht aufgegangen war. Auch er wollte buchen. Mich überraschen, weil er wusste, wie gerne ich einmal dort nächtigen würde. Ich hatte zwischendurch online Zimmer und Raten gecheckt, er gar mehrfach mit der Rezeption telefoniert. Nahezu ausgebucht. Restzimmer mit Fenster zum Hof. Schwankende Preise. Smart Deals. Messewochenende in Hamburg. Da saßen wir. Beide angeheitert durch die Idee, doch kein Zimmer in Sicht. Wir überlegten hin und her. Dachten an gespartes Geld, Zuhause ist es doch auch schön, wahrscheinlich war alles eh nur eine fixe Idee. Aber dann. Wir buchten. Für den Folgetag. Einchecken 15 Uhr. Den Tisch im Restaurant von Freitag auf Samstag verlegt.





Der nächste Tag. Die Reise stand bevor. Urlaub in der eigenen Stadt. Ich kam mir vor wie auf der Flucht. Ich packte den Koffer. Was Schönes für Abends, Arbeitskleidung für den Tag drauf. Ich war aufgeregt. Kontrollierte dreimal ob der Herd aus ist, alle Fenster verschlossen sind. Brachte den Müll raus, versteckte den Laptop. Dann nahm ich den Koffer. Und den Bus. Das Hotel liegt 5 Stationen von uns entfernt. Einmal Umsteigen inbegriffen. Mitten im Trubel am Jungfernstieg, ziemlich bepackt. Was wenn mich jemand mir Bekanntes sieht. Erstmalig U-Bahn-Linie 4 fahren. Außer mir nur Touristen. Alle mit Stadtplan in der Hand. Ich nicht, ich kannte mich ja aus. Dachte ich. Als ich mir sicher war, Hafencity Universität aussteigen zu müssen. Das war falsch. Es folgte der Fußweg. Die einzige Regenwolke des Tages über mir. (Aufgewirbelter) Baustellen(-staub) rechts und links. Ein Korn in meinem Auge. Verschmierte Mascara. Schwitzend trotz starkem Wind den Weg zurücklegend. Wie im Urlaub, Umwege in Kauf nehmend. Am Hotel ankommend. Das Zimmer war auf M gebucht. Wir tragen nicht den gleichen Nachnamen. Mein Ausweis seit Februar abgelaufen. Hallo Dr. Kimble. Das Zimmer war noch nicht fertig. Eins zum Hof schon. Ich wollte Hafenblick und bekam diesen für später zugesichert. Ich ließ meinen Koffer da, trug unsere Hamburger Adresse ein. Kam mir komisch vor. Die Rezeptionistin ließ sich nichts anmerken. Und dann ging ich zurück zur U-Bahn. Zur richtigen Haltestelle. Ohne Kleingeld für den Automaten. Kein Ort zum Wechseln weit und breit. Mir wurde ausgeholfen. Wieder am Jungfernstieg. Rein in die Geschäfte. Alles so absurd. Konnte weder shoppen noch entspannen. Ich ließ mich treiben bis zum späten Nachmittag. Dann zurück zum Hotel. Im Zimmer. Kennt ihr die Szene, wo Cate Winslet bei 'Liebe braucht keine Ferien' das erste Mal das Tauschhaus betritt? Keine Villa, aber es war ähnlich aufregend. Ich tippelte auf der Stelle vor Freude, schaute in jeden Winkel der Kajüte. Mehr Liebe zum Detail geht nicht. Ein großer Reisekoffer. Logbuch mit Kapitänsgeschichten. Menükarte in Flaschenpost-Form. Kojenbett. Bestickte Kissen. Wärmflasche und Schlafschaf. Butter bei die Fische als Wandbild. Der leuchtende Globus den Weg zum nächsten Reiseziel weisend. Durst ist schlimmer als Heimweh, plakativ auf der Tür der Minibar. Astra-Dusche. Seemannsbraut-Zeichnung überlebensgroß. Strickleiter nach oben. Schöpfeimer für den Müll. Und vor dem Fenster in naher Ferne: erst die AIDA, Winkende beim Ablegen, Schiffshorn und Wendemanöver inklusive. Später dann die Lichter der Kräne. Ein Containerschiff. Das durchgängige Brummen der Hafenarbeiten gegenüber. Wir haben alle Gardinen aufgerissen, alles Licht gelöscht und bei jedem kurzem Aufwacher gemeinsam aus dem Fenster geluschert. Alles so stimmig und an den Rest des Hotels angepasst. Dort, wo die Kellner blauweiss-gestreifte Shirts tragen, wo Wasserstandsanzeigen den Pegel im Barbereich unterstreichen. Wo Hein und Fiete die Tapete zieren. Steuerräder an den Decken. Offene umfunktionierte Schiffscontainer bestimmen die Architektur. Bräute, Bojen, Bullaugen. Wo der Atari in die Daddelkiste einlädt, Platten in der Vinyllounge aufgelegt werden und mit Teppichen bestapelte Europaletten als Sitzbänke herhalten. Nach diesen Erlebnissen inklusive des eigentlichen Vorhabens, dem leckeren Abendessen im Restaurant 'Heimat', mit entsprechend neu hinzugekommenen Frühstücksbuffet am Folgetag, war ich pünktlich um 12 Uhr im Büro. Immer noch völlig beseelt und in mich hinein grinsend. Die Antwort auf die Frage meiner Kollegen, wie denn so mein Samstag war... wir haben was (verdammt) Schönes gemacht!



   

21 März 2014

selek-k-tion

"Selektion (…) mit der Folge (…), die im Rückblick als 'überlebenstüchtiger' erkennbar sind (…)". Als Definition aus der Evolutionstheorie entwendet und auf Design übertragen - besondere Produkte, die sich schon jetzt durchgesetzt haben und die es mit Sicherheit schaffen werden, aufgrund des dahinter stehenden Konzeptes und ihrer Erscheinungsweise dauerhaft in der Designwelt zu bestehen. Solche Produkte finden sich bei selekkt - dem online-Marktplatz für junges deutsches Produktdesign. Und dort wurde ich eingeladen, meine Designtipps vorzustellen:














































10 Produkte, allesamt toll, viele davon - Überraschung ! - mint. Meine Lieblingspostkarten ever, navuckos Liebeserklärung an Paris. Eine Pendelleuchte mit wechselbarem Schirm.   Die 'hipbag' statt Gürteltasche, im wahrsten Sinne des Wortes. Stylische Ordnung auf dem Schreibtisch Schaffendes. Ein Regal für Geschirr oder Zeitschriften gleichsam geeignet. Das mehr als nur englische Ja-Wort. Blechernes Stahl für knackige Krusten. Französisches Flair für an die Wand. Mitgehangen, mitgefangen - geometrisches auf dem Holzweg. Und ein zeitloser Zeitanzeiger aus Beton. Neugierig? Hier findet ihr alles rund um meine Designtipps auf selekkt.com




17 März 2014

mint montag # 63

Für Rezepte. Für Notizen. Für to do‘s. Für Schönes, zu Bewahrendes, Nicht-vergessen-wollendes. Tageweise, immer mal wieder und wie auch immer beschreibbar. Ich wiederhole mich, aber es ist nun mal so: ich liebe Reinschreibhefte! Und wenn sie dann auch noch so schön daher kommen: doppelt, ach was sage ich – dreifach! So wie diese:






























































Mint darf am heutigen mint montag # 63 und in dieser wunderschönen Pastellkombi natürlich auf keinen Fall fehlen. Die Hefte stammen vom dem Label Antonin + Margaux. Limitiert und in Handarbeit hergestellt. Je 30 Seiten umfassend, auf Recyclingpapier,  auf jeden Tisch, in jede Tasche passend. Wunderschön. Gedacht, gesagt, geschrieben – hier als Blogpost und rein ins Heft!


14 März 2014

blassgelb / schlierenblau





















































Noch scheint sie nicht ganz so doll, die Sonne. Blassgelb, aber stetig die letzte Woche. Am wiederum hellblauen Himmel. Auch dieser zurückhaltend. Teilweise überraschend klar, dann wieder von Schlieren durchzogen. Alles steckt noch in den Anfängen. Der Frühling greifbar nah. Erste Blumen auf den Verkehrsinseln. Morgens zögerndes Gezwitscher in den Bäumen. Stühle mit Decken. Wie eigentlich jeder Ort ist auch Hamburg im Sonnenschein am Schönsten. Und bietet dann endlos viel. Paddeln auf der Alster, Grillen im Stadtpark, Licherfahrt durch die Speicherstadt, Freiluft-Theater im Römischen Garten, Ruhepausen in Planten un Blomen, Fahrradtouren über den Ohlsdorfer Friedhof. Ähnlich wie Sonne und Himmel -  noch ist es nicht ganz so weit, auch nicht in Hamburg, auch wenn man es gerade am letzten Wochenende hätte meinen können. Auch ich war draußen. Durchgehend. Wollte Sonne auf der Haut. Wasser unterm Kiel. Und Pommes auf die Hand. Nirgends geht das besser als bei einer Fahrt auf der Elbe. Nicht die große Hafenrundfahrt, nicht mit dem auf Südstaaten getrimmten Touristendampfer. Sondern ganz solide mit der Fähre des öffentlichen Nahverkehrs. Ab Landungsbrücken via Finkenwerder rüber nach Teufelsbrück. Zu Fuß dann entlang über Strandperle und Övelgönne zurück. Schöner kann Hamburg nicht sein. Und nun steht also ein weiteres Wochenende bevor. Ein neues noch ungebrauchtes und nahezu unverplantes. Mal sehen was es bringen wird. Hoffentlich Sonne, blauen Himmel und  vieles mehr. Für mich und Euch - HAPPY WEEKEND!


10 März 2014

mint montag # 62

Schönstes Sonnenwetter allerorts. Da werden Frühlingsgefühle wach und der Gedanke an Sommer und Urlaub rückt auch immer näher. Derzeit beraten wir noch, wo es in diesem Jahr hingehen wird. Und schwelgen zugleich in Erinnerungen an die letzten Reisen. Eine davon ging nach Cinque Terre. Oder sagt man zu den, an die ? Wie auch immer. Wir waren da. Türkisblaues Meer, Wagenradgroße Pizza, Zitrusbäume, hängende Weingärten, Meeresfrüchte, Spaziergänge, Bootstouren. In die Landschaft eingefasste Dörfer. Bunte Fassaden, frisch gestrichene Boote, Wäsche vor den geschlossenen Fensterläden. Und mittendrin mint. 


















































Mint. Erst viel später auf dem Bild so richtig wahrgenommen. War das Motiv zunächst das Schild zum Mittelpunkt des Ortes, zum Hafen. Schräg, aus Pappe, gerade noch so hängend, von Wind und Seeluft mitgenommen. Damals ahnte ich nicht, dass abseits des eigentlichen Motivs irgendwann die Wandfarbe einmal eindeutig mehr ins Gewicht fallen würde. Heute nämlich. Happy mint montag # 62 ! 


03 März 2014

mint montag # 61

Am heutigen mint montag nehme ich Euch mit auf eine Reise. Wörtlich gesehen. Mit 'en voyage', der wundervollen Arbeit der niederländischen Designerin Ingrid Hulskamp. Der minte Zug. Ein Armband - ja, ein Armband! - einzigartig, inspiriert von Spielzeugeisenbahnen und handgefertigt aus der Materialien Marmor, Seide und Messing.



















Hand aufs Herz bzw. Zug an die Hand - hier geht es direkt zu Ingrid Hulskamp und ihren wundervollen Arbeiten. 


 // Foto - Ingrid Hulskamp //



02 März 2014

blümerant









Ein Strauß fürs Wochenende. Für mich selbst. Einfach so. Den Wunschbetrag genannt und die Lieblingsblumenladenfloristin legte los. Seitdem steht er auf dem Esszimmertisch. Und mittendrin Anemonen. Erst wirkte es wie bei der Brigitte, wo auf der Kinderrätselseite immer eine kleine weiße Maus versteckt ist. Doch mittlerweile blühen auch die Anemonen in voller Pracht.  Dazu passend steht gerade bei den 2flowergirls eben diese Blume im Fokus. Hinter 2flowergirls stecken die liebe Elodie von madame love und Inga von glomerylane, die jeden Monat aufs Neue eine Blume auserwählen und eine Photochallenge rund um diese Blume ausrufen. 










Und während ich mich also an meinen 2-3 Anemonen erfreue, bin ich zudem gestern auf einen ganzen Strauß gestoßen, der auf einer Ladentheke stand. Anemonen in voller Pracht. Pink. Rot. Lila. Violett. Weiß. Wunderschön. Und damit hat es diese Mega-Anemonen-Variation dann zugleich aufs Photo für eine andere Aktion geschafft. Bei madame love werden nämlich zusätzlich auf instagram gerade die #flowersonmyway zusammen getragen. Und da sich diese eindeutig auf meinem Weg befanden, gebe ich sie Euch nun wiederum mit auf den Weg - in diesem Sinne: flowerpower und happy sunday - eure Julia








































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all die wundervollen 'anemones' der anderen blumenliebhaber findet ihr ab sofort
hier I hier I hier