25 Januar 2015

mit einer karte auf den punkt gebracht I DIY

Schon häufig habe ich hier über Papier im Allgemeinen und Karten im Besonderen geschrieben. Ich liebe Papier - was für andere Schuhgeschäfte, sind für mich Schreibwarenläden! Hefte, Bögen, Geschenkpapier, Umschläge, Blöcke. Der Liebe sind keine Grenzen gesetzt. Und nun war ich bewusst auf der Suche nach besonders Papierenem. Danksagungskarten zur Geburt. Ja, es gibt sie zuhauf. Mit Störchen, mit Karomuster, mit Schleifchen oder an amerikanische Modelle angelehnt mit Prints und Textfeldern, fast schon Kurzgeschichten erzählend. Und dann gibt es wiederum ganz besondere. Tolle. Vorrangig im Letterpressverfahren hergestellt. Schlicht, mit Einprägung, mit Neonrand, auf ausgefallenem Papier gründend. Doch irgendwie konnte ich mich nicht entscheiden. Und so lief es darauf hinaus, eigene zu entwerfen. Entwerfen ist dabei eigentlich das falsche Wort, denn weder bin ich Graphikerin, noch hatte ich das passende Papier, die Presse oder den Printer zur Hand. Und deshalb habe ich mich schliesslich für eine simple Variante aus 3 Schichten entschieden: 
























































Vorne bedruckte und ausgestanzte 'Infokreise', die mit doppelseitigen Fotoeckenklebeblättchen mit dem Namensschild per Garn an ein dahinter liegendes Foto und wiederum dahinter liegendes Transparentpapier gebunden wurden. Das Loch wurde leicht verstärkt und das Transparentpapier mit einem Permanentstift mit einer individuellen Nachricht für den Empfänger/die Empfängerin versehen. Und nein, wir haben das Kind nicht auf einen industriellen Gumminoppenboden gelegt, wie es als kurzer Aufschrei innerfamiliär an uns herangetragen wurde (hallo HAY-Decke!). Und ja, auch wir haben Frontalansichten des Babys eingefangen, doch 3 Wochen alte Säuglinge liegen größtenteils, und das nicht immer gerade und in den wenigsten Fällen mit großen Kulleraugen vorausschauend. Da verrutscht schon mal der eine Ärmel. Sie bilden keine bewussten Posen und sie schauen nicht in die Kamera, wenn man es ihnen sagt. Zumindest nicht unsere Tochter. Und darum haben wir das Bild gewählt. Kein aufgesetztes, gestelltes. Stattdessen ein zufällig geschossenes. Authentisch und einzigartig. So ganz nach meinem Geschmack, wie ich es an der Karte und wiederum an Papierenem im Allgemeinen mag. 


19 Januar 2015

mint montag # 79

Ein neuer Beweis, dass es so viel tolles mintes da draussen gibt. Und einer mehr davon nun bei mir im Haushalt. Und dann fragte der M doch tatsächlich nach dem warum - wofür braucht man das? Was für eine Frage. Für so vieles. Denn eindeutig vielseitig einsetzbar ist sie/es - der/die HAY Zip It Mesh:


























































Für die Stifte, für die Schminke, für den nassen Badeanzug, für die Utensilien nach Wahl. Die Bestimmung bei mir steht noch nicht ganz fest, aber ich gebe das Mäppchen nicht mehr her. Zu schön ist es. Zu mint. Und überhaupt - happy mint montag # 79.




10 Januar 2015

nachtrag I rüblick I deshalb

Am Ende eines Jahres laufen im Fernsehen gewöhnlich eine Menge Jahresrückblicke. Meist schon Ende November. Da steht jedoch noch ein ganzer Monat aus, und somit viel zu früh meines Erachtens. Nun ist Januar und ich blicke zurück. Nicht auf ein ganzes Jahr, sondern auf den Dezember. Dabei ist schon wieder ein Teil eines ganz neuen Monats (r)um, und somit wiederum eigentlich viel zu spät meines Erachtens. Doch früher war es nicht möglich. Eben weil dieser Dezember bei mir so ganz anders war als die Jahre zuvor. Ich wurde - wenn auch mit Ankündigung und aufgrund eines wunderschönen Anlasses - herausgerissen aus dem, was den Dezember so ausmacht. Die Vorweihnachtszeit. Lichter überall. Wohlige Gerüche. Weihnachtsmarkt-Traditionstreffen. Baum kaufen, Geschenke verpacken, festliche Post versenden. In der zweiten Dezember-Woche kam unsere Tochter zur Welt. Sechs Tage Krankenhaus und alles andere stand (und steht es seitdem größtenteils noch) still. Auf dem Weg nach Hause sind wir durch das Fest ankündigende Straßen gefahren. Eine fremde Welt, in die ich zurückkehrte. Draußen - wuselnder Verkehr, funkelnde Schaufenster, hektische Menschen. Und Drinnen - das noch aufgeschlagene Buch neben dem Bett, kümmerlich verdorbenes Obst und Gemüse in der Schale auf dem Küchentisch,   todo-Listen als Überbleibsel einer Welt, die es so nun nicht mehr gibt und deren damit verbundene Aufgaben plötzlich nichtig erscheinen.
   


















































Wachsblumen - der letzte Blumenstrauß des zurückliegenden Jahres, der bei mir eingezogen ist. So einfach und schön zugleich. // Baum trotz Baby. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, doch wir hatten auch dieses Jahr einen Baum. Einen großen, einen wundervollen. Das Schmücken war zwar erst am frühen Heiligabend fertig, Kirche musste ausfallen und auch wurde erst nacheinander und dann wenig festliches (aber sehr leckeres) gespeist. Doch umso schöner war die Deko. Die Äste des Baumes zierten unter anderem diese tollen handgefertigten Kugeln von Anne Black. Für jedes Familienmitglied eine. // Das Geschenkbild mit Symbolkraft. Am letzten Abend Zuhause bereitete ich einen Blogpost zum Thema Weihnachtsgeschenke vor. Über das Schenken an sich, über von mir favorisierte Verpackungen, über Trends und Links zu anderen tollen Präsenten. Doch zum Veröffentlichen kam es nicht mehr. Aber Weihnachten steht ja bekanntlich auch dieses Jahr wieder an, oder aber schon vorher ein weihnachtsunabhängiges Geschenke-Spezial, in das sich dann dieses bunte Exemplar einfügen wird (Karte Die Pampi, Korallenfarbene Verpackung mit hier nicht erkennbarem Herz von LIV Hamburg). // Meine nicht mehr wegzudenkende Kuschelstrickjacke, die ich seit Anfang Dezember nahezu täglich trage. Für kalte Tage, für dicke Bäuche, für stillende Körper, für casual everyday.  

Alsterromatik - unten matschiger Grund, herumgewirbelte Blätter und unebener Weg. Oben (wenn auch kahle)  Winter-Äste, von der Sonne angestrahlt. Dieser Baum steht an der Außenalster und auch wenn ich die Elbe bevorzuge, welch ein schöner Fleck inmitten von Hamburg. // Einfach mal abhängen. Schon so oft bin ich an der Fabrik in HH-Altona vorbeigekommen. War drinnen, oder aber stand draußen Schlange. Doch nie zuvor ist mir dieses Detail aufgefallen. Der alte Kran samt Gehänge, hier als Ausschnitt an einem kalten, klaren Dezembermorgen. // Der Inbegriff von Weihnachtsschlickerei. Ich mag keinen Zimt, keine Nelken und kein Marzipan. Damit fällt die Hälfte aller Naschis zur Weihnachtszeit schonmal flach. Vielleicht hege ich auch deshalb eine besondere Vorliebe zu diesen Kränzen. Spottbillig, leckersüß und bei uns als beidseitiges Doppel mit durchzogenem Garn ebenfalls am Weihnachtsbaum hängend. // 40 Wochen (+1) und dann doch von einen auf dem anderen Tag nicht mehr vorstellbar. Ich vermisse den Bauch, würde ihn aber für nichts auf der Welt gegen das, was er hervorgebracht hat, wieder zurücktauschen wollen. 




Das neue Jahr hat begonnen. Bei mir gar ein ganzes neues Leben. Mein Dezember war zweigeteilt in 'das Leben, in dem es unsere Tochter noch nicht gab' und 'der Tag, seit es unsere Tochter gibt'. Weihnachtsvorbereitungen vs Wochenbett. Pasteurisierter Käse vs (endlich wieder) Leberwurst. Skandinavische Krimis vs Eltern, Nido & Co. Mein Dezember war aufregend, und der Januar knüpft nahtlos daran an. Ich bin sehr dankbar und glücklich. Und ja, ich bin auch erschöpft, verunsichert, mich eingewöhnen müssend. Aber vor allem bin ich jeden Tag aufs Neue gespannt auf alles, was nun weiterhin kommen mag. Generelles und auch mintes, das dann schon bald auch hier wieder regelmäßig(er) präsentiert wird. Von mir für Euch die allerbesten Wünsche für 2015 - ich hoffe ihr seid nach einem (ebenfalls) tollen Dezember gut reingekommen ins neue Jahr!