23 September 2015

mini me I mini mint (2)

Dies ist kein Fashionblog. Bewusst. Denn ich habe zwar ein Faible für tolle Klamotten und Styles, jedoch finden diese in der Regel einfach nicht zu mir. Ich sehe sie in den Zeitschriften, auf den Blogs und auf der Strasse und befinde: an anderen - ja bitte! an mir selbst - lieber nicht! Mein Kleiderschrank wird dominiert von unifarbenen Kleidern, ein und demselben Jeansmodell in mehrfacher Ausführung sowie von einer Armada an schwarzen Strickjacken - nennen wir sie Cardigans, das macht zumindest schonmal etwas mehr her. Praktisches statt Pailletten. Einfarbiges statt Mustertrends. Problemzonen kaschierendes statt tief ausgeschnittenes. Auch gehe ich nicht gerne shoppen. Ich bin überfordert angesichts der Massen, die mich in den einschlägigen Läden erwarten und ernüchtert angesichts der Preise in den Geschäften, die stattdessen nur eine begrenzte Auswahl anbieten. Zum Glück übertrage ich diese Attitüde jedoch nicht auf den Kleiderschrank von Emma Luise. 




























































Dabei ist es so eine Sache mit Anziehsachen für Kinder. Dafür lassen sich Unsummen ausgeben. Für wirklich Ausgefallenes, aus dem dann doch wieder viel zu schnell herausgewachsen wird. Viele halten es daher mit dem Flohmarkt, doch was das ganz kleine Kind betrifft, überzeugten mich die dortigen Funde bislang nicht. Zu verwaschen, zu fleckig, zu kratzig, um es der weichen Babyhaut antun zu wollen. Und dann ist da noch die Sache mit der Applikation. Es gibt wunderschöne Sachen, die durch Sterne, Glitter, Figürchen und Co. bereis dem zweiten Abwägen nicht mehr Stand halten. Streifen und Punkte gerne, aber Kätzchen und Bärchen nein danke. Auch um rosa mache ich zumeist einen Bogen. Obwohl, es gibt solches und solches rosa. Pastellrosa und traditionelles Altrosa mag ich sehr. Auch favorisiere ich andere sanfte Farben. Limoniges gelb und helles grau. Und natürlich allen voran mint. Die drei obigen Teile haben es mir diesen (Spät-) Sommer - und den heutigen offiziellen Herbstanfang komplett ignorierend - besonders angetan. Für freigelegte Beine, für restwarme Tage und lauschige Abende. 


 // Hose: name it, Pulli und Shirt: ZARA  //

21 September 2015

mint montag # 93



Es gab sie in rot-weiss, in gelb-blau und meine waren orange. Sie konnten erstanden werden. Für vergleichsweise viel Geld - zumal: Getränke gab es kostenlos - bei Flügen mit einer Mindestdauer von ca. 3,5 Stunden. Die Kanaren mussten es damit schon mal sein. Abgenutzte Plus-Zeichen inklusive, denn nur auf der höchsten Lautstärkenstufe konnte das Gewirr der Geräusche drumherum verbannt werden. Und auch wenn die im biegsamen Bügel eingeklemmten Haare ziepten und sich der Schaumstoffschutz regelmäßig verschob, sie haben gehalten. Nicht öffentlichkeitswirksam aber mindestens für zwei, drei weitere Flüge. Irgendwann wurden sie jedoch auch bei mir abgelöst. Durch die kleinen, Knopfartigen, für den direkten Einsatz im Ohr. Besorgte Argumente der Eltern, zu lautes Musikhören über derartige Kopfhörer sei schädlich ( …ebenso wie um einiges früher zu viel Telespiel-Konsum für die Daumen oder um einiges später lange Telefonate per Handy für das Gehirn… ), blieben im wahrsten Sinne des Wortes überhört. Der Discman hatte den Walkman abgelöst. Die Ära der eigens aufgenommenen Kassetten - Radionachrichten im Rahmen der Hitparade inklusive - war endgültig vorbei. Dabei konnte ich mich irgendwie nie mit den kleinen Knöpfen anfreunden. Meine Ohrmuscheln scheinen anatomisch einfach nicht dafür gemacht. Es drückte immerfort. Rechts, mittig. Daher habe ich dann einfach gar keine Musik mehr auf diese Art und Weise gehört. Nicht einmal die später eingeführten stylischen weißen Exemplare konnten daran etwas ändern. Und auch deren Ära ist wieder vorbei. Dabei gibt es mittlerweile sogar das Bestreben der Hörgeräte-Akustiker, individuelle Ohrkanalanpassung mittels fachgerechter Othoplastiken vorzunehmen. Doch auch da mache ich nicht mit. Ich bleibe stattdessen eine Stufe vorher stehen. Bei den größeren, erneuten on-ear-Exemplaren, die von der Handhabe wenn auch nicht von der technischen Beschaffenheit wiederum an meine orangenen von früher erinnern. In diesem Fall ziehe ich jedoch eindeutig minte den orangenen vor. Minte von KREAFUNK, einem Label, das bei seinen Produkten auf besondere Weise Design und Funktionalität vereint. So auch bei diesem wundervollen Kopfhörer namens aHEAD. happy mint montag 93! 




16 September 2015

buffetmitbringsel























































Zugegebenermaßen. Die Salatsaison neigt sich dem Ende. Doch noch sind Kürbis, Suppe & Co. nicht bei uns eingezogen. Und ausserdem geht Salat doch immer. Insbesondere als Mitbringgericht. Und wenn schon nicht zur Grillparty, irgendein Anlass wird sich schon finden. Dies waren meine Top 3 im zurückliegenden Sommer:

1 // Der Grüne. Der Mix machts. Nicht nur mehrere Zutaten, sondern auch mehrere Grüne Salate mischen sich hier - Romanasalat, Ruccola, Babyspinat. Getoppt durch grüne kernlose Weintrauben (halbiert bis geviertelt je nach Traubengröße), Walnüsse und Parmesan. Die perfekte Dressingmische dazu: Olivenöl, Balsamico-Essig, Agavensirup, Senf und ein Schuss Wasser.

2 // Mayonnaise gibt es bei mir ausschliesslich zu Pommes, beim Salat ist sie fehl am Platz. Die Nudeln (bestenfalls Mini-Farfalle) stattdessen direkt nach dem Abgiessen mit Olivenöl, Meersalz aus der Mühle und kleingehackter Petersilie vermengen. In Ringe geschnittene schwarze Oliven ebenfalls untermischen und mit Parmesan sowie gerösteten Pinienkerne bedecken. 
  
3 // Kichererbsensalat. In diesem Fall schlicht mit Minze und einem Dressing aus Limette, Olivenöl und Ahornsirup benetzt. Alternativ passen in den Salat auch klein gewürfelte Mango und bzw. oder Avocado und Mozzarella. 



14 September 2015

mint montag # 92



Sehnsucht nach Schmuck. Das letze Mal trug ich Schmuck im Kreißsaal. Bis sie mir mitteilten, das Kind müsse per Notkaiserschnitt geholt werden. Damit wurde auch der Schmuck abgelegt. In diesem Fall eine kleine Creole, die als 'Piercing' seit 22 Jahren rechts oben im Ohr platziert war. Immer die gleiche, von Beginn an leicht verbogen, nie entfernt oder gar ersetzt worden. Seitdem ist sie im Portemonaie untergebracht. Im Kleingeldfach. Und wartet gemeinsam mit den Ketten und Ringen, die des Baby Aufmerksamkeit gerade zu sehr binden würden, auf den nächsten Einsatz.   

Sehnsucht nach fernen Orten. Habe ich eigentlich immer. Ganz oben auf der Liste steht San Francisco. Schon lange. Golden Gate Bridge, Cable Car und Alcatraz. Aber auch und insbesondere abseits der Sehenswürdigkeiten. Abtauchen in das pulsierende, bunte, kreative, offene San Francisco. 

Sehnsucht nach mint. Ohne diese gäbe es diesen Blog nicht. Obwohl es nach wie vor so ist, das mint findet mich, nicht ich das mint. So auch in diesem Fall. Die obigen Ohrringe stammen vom Label FriedaSophie der Schmuckdesignerin Sandra Ducheneaux. Diese habe ich letze Woche persönlich kennengelernt. Aus Hamburg stammend, lebt sie seit nunmehr 22 Jahren in San Francisco. Wenn das mal kein Zeichen ist. 22 Jahre. Was fürs Ohr, was aus San Francisco. In mint. Ich denke, diese sollen es für mich sein. 

happy mint montag!


11 September 2015

seetage

Ein paar Tage an die See fahren. So oft vorgenommen und dann erneut verschoben. Doch diesmal waren wir da. Zu Dritt. 3-Generationen-Urlaub. Susanne + Julia + Emma Luise, Daalmann. An der Ostsee, wo das Wasser immer da ist. Wo die Zeit teilweise stehen geblieben zu sein scheint. Aber es stimmt. In Griechenland werden ja auch nach wie vor Statuen im Minaturformat und lederne Latschen feil geboten. Und das Pendant findet sich in Deutschland an der See. Teetassen mit Namen drauf. Fischernetzromantik. Dort, wo im Edeka das Sandspielzeug mehr Platz einnimmt als die frischen Lebensmittel. Hotels, die zum Frühstück hinter windfeste Scheiben einladen. Räucherfisch und Rum im Tee. 






































































5 Tage durchatmen. Spazierengehen. Zeitschriften lesen. Strandkörbe bewohnen. Ausflüge machen. Dort, wo der Wind die Wolken wegbläst. An der Ostsee. Wir waren da und es war wunderschön.

+++ Hotelltipp in der Ecke zwischen Kiel und Lübeck // lütt hütt, perfekt für ein Wochenende an der See +++


07 September 2015

mint montag # 91

Friedfertige Safari in Südafrika. Weinlese in Frankreich. Whalewatching in Vancouver. Fahrradfahren über die Lofoten. Pinguine zählen in der Antarktis. Schorcheln im Grand Barrier Reef. Pilgern am Jacobsweg. Groundhopping in Großbritannien. Riva Boot fahren am Gardasee. Hubschrauberfliegen auf Hawaii. Segeln in der griechischen Ägäis. Es gibt so vieles zu erleben auf der Welt. Doch hätte ich die Wahl, stünde zunächst Letzteres bei mir ganz oben auf der Liste. Nicht nur aufgrund der Delfine und Schildkröten unter dem Kiel, aufgrund des Meeres, das nirgends (tief-)blauer ist und das Essen beim Landgang, das nirgends leckerer ist. Sondern auch, weil ich schon jetzt wüsste, welches Gepäck(stück) ich dabei hätte. Für Schwimmsachen - Schlappen - Sonnencreme. 




Einen maritimen Seesack wie diesen. Hergestellt durch die wunderbare Manufaktur MARIN ET MARINE. Handgenäht und damit ein Unikat. Aus Naturmaterialien und speziell eingefärbt. In diesem Fall in mint. So stilecht, so schön, so praktisch, so passend zum mint montag # 91. Einen schönen solchen von mir für euch. Ich bin dann mal weg.



Fotos MARIN ET MARINE I Layout mintlametta




05 September 2015

menschenrecht

Blogger betreiben Kulinarik. Sie upcyclen für-was-anderes-Vorgesehenes. Sie verehren lange vergessene Zimmerpflanzen. Sie tragen Dutt, Mode abseits der Stange und Taschen, die früher aus Jute waren. Blogger können vieles. Und vor allem können sie ein Zeichen setzen. Aus aktuellem Anlass, obgleich diese Aktualität für so viele Menschen weltweit schon seit jeher präsent ist. 














































Ich könnte pausenlos heulen vor Erschütterung angesichts ablehnender Worte und Taten gegenüber Menschen, die unser aller Respekt und unsere Nächstenliebe bedingungslos verdient haben. Heulen beim Anblick des Fotos des toten Jungen, das ich nicht aushalte. Und zugleich auch heulen vor Rührung beim Verfolgen von Aktionen, die von soviel Menschlichkeit zeugen, dass sie hoffentlich noch zig Nachahmer finden mögen. Doch heulen ist gerade nicht angebracht. Tun heißt die Devise. Hingehen, helfen, mitmachen, Zeit schenken, aufklären, die Stimme erheben, spenden. Wie gesagt, Blogger können vieles. Blogger sind ganz normale Menschen. Menschen denen nicht egal ist, wie mit anderen Menschen umgegangen wird. Menschen, die helfen wollen. Wir Blogger wollen Augen öffnen. Niemand soll mehr wegschauen. Im Rahmen der Initiative Blogger für Flüchtlinge wird genau dieses verfolgt. Wir Blogger versuchen gemeinsam die Flüchtlingshilfe zu unterstützen. Jeder Cent, jede Stimme zählt. Gegen ein Wegschauen. Für ein weltoffenes Miteinander.